Q11-Bildungsstreik in Bayern

Aktionsbündnis für bessere Umsetzung des G8

Für Eltern

Download: Rundschreiben der Landes-Eltern-Vereinigung (LEV) der Gymnasien in Bayern.


Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte von betroffenen G8-Schülern,

wir bitten Sie ihr Kind/ihre Kinder bei dem “Streik” zu unterstützen. Mit dem “Streik” soll ein deutliches Zeichen an die Politik gerichtet werden, dass die derzeitigen Bedingungen an den bayerischen Gymnasien für einen Großteil der Schülerinnen und Schüler nicht tragbar sind.
Am “Streiktag” soll es nicht darum gehen die Schule komplett oder teilweise zu schwänzen. Es ist wichtig, dass jeder Schülerin und jedem Schüler die Möglichkeit gegeben wird, an diesem Tag auf die Demonstrationen in ihrer Nähe gehen zu können um ihre Meinung zu äußeren.

Bitte beachten Sie die Hinweise unter “Entschuldigung“. Entschuldigen Sie auf keinen Fall ihr Kind an diesem Tag mit dem Grund “Krankheit”. Sollten von der Schulleitung Verweise angedroht werden, nehmen Sie diese bitte hin oder schlagen der Schulleitung vor die verpassten Stunden z.B. in einer Diskussionsrunde über G8/Q11 nachzuholen.

Sie sind herzlich eingeladen die Schüler vor Ort durch Anmeldung einer Demonstration, Organisation von Bus-/Zugfahrten und durch Information anderer Eltern zu unterstützen. Auf den Demonstrationen selbst sind Sie natürlich auch herzlich willkommen.

In einigen E-Mails wurde uns berichtet, dass Schülern von der Schulleitung angedroht wurde, für diesen Tag Atteste zu verlangen oder dass Jahrgangsstufenfahrten und Exkursionen gestrichen werden, falls an den Demonstrationen teilgenommen wird.
Wir bitten Sie solche Vorfälle und ihre persönlichen Erfahrungen mit G8 und speziell der Q11 an Q11-Streik@bildungsstreik-bayern.de mitzuteilen. Schreiben Sie uns bitte auch, wenn Sie vor Ort tätig werden möchten.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe,
Aktionsbündnis “Bayernweiter Q11 Schülerstreik”

P.S.: Gerne können Sie auch auf dieser Seite Kommentare hinterlassen.

22 Kommentare über “Für Eltern”

  1. Marge schrieb:

    Was tun, wenn bereits ein Verweis wg. der (durch Eltern entschuldigten!) Teilnahme an der Bildungskundgebung im vergangenen Jahr vorliegt?

  2. Julia Biermeier schrieb:

    Naja, ein zweiter Verweis wird bei einem strengen Direktor wahrscheinlich unumgänglich sein.
    Jedoch hat der keinerlei Auswirkungen!!!

  3. egal schrieb:

    Wenn ich mich recht entsinne sind Verweise dazu da um Eltern das schlechte Benehmen ihrer Zöglinge aufzuzeigen, oder?

    Ich habs während meiner Schulzeit auf 2 Direktoratsverweise + 5 “normale” gebracht und hab KEINERLEI Nachteile dadurch gehabt.

    Mein Vorschlag ist den Verweis in Kauf zu nehmen und als Elternteil dem Direktor nen “netten” Brief zu schreiben, bzw den unterschriebenen Verweis persönlich vorbeizubringen und herzhaft darüber zu lachen.

    Alternativ kann man auch, wenn eine Schule meint sie müsse jedem Schüler ein Verweis geben, einfach das Sekretariat lahmlegen. Alle Eltern von betroffenen Schülern sollten dazu einfach gleichzeitig in die Schule gehen und fordern SOFORT mit dem Direktor sprechen zu können. Beim nächsten Mal überlegt der dann bestimmt zweimal wie er sich an einem Bildungsstreiktag verhält.

    Lasst euch sowas nicht bieten!

  4. ELOS schrieb:

    ENDLICH Taten statt Worte!
    Eltern, stellt euch auf die Seite eurer Kinder!
    Demokratische garantierte Grundrechte haben leider ihren Preis. Ich bin stolz auf so erworbene Verweise meiner Kinder und gebe ihnen jede Rückendeckung. Eine prägende Erfahrung in Staatsbürgerkunde – hoffentlich stößt sie bei unseren Kindern einen Denkprozess darüber an, wie viel Wert in diesem Land eigentlich die Interessen der Menschen haben bzw. wer hier mit welchem Ziel das Sagen hat.

  5. Michael schrieb:

    Weder die Lehrerinnen und Lehrer, noch die Schulleiter sind verantwortlich für die Bildungskatastrophe. Es sind die heuchelnden und häufig völlig inkompetenten Politiker.

    Das ganze G8-Schulsystem ist krank an so vielen Stellen und man müsste sich mit Volldampf daran machen, es zu heilen. Aber die es heilen könnten scheinen selbst krank zu sein. Wie kommt man sonst auf die Idee, den Schulen/Lehrern die Unterstützung einer sehr konstruktiven Umfrage der LEV zu verbieten? Wie kommt man sonst auf die Idee, die Prüfungen schwerer zu machen um den Bildungsstandard zu heben? Das sind dieselben Leute, die den Studentenwerkszuschuss kürzen, um die vollmundigen Versprechen gegenüber den Studenten einzulösen…

    Bitte macht mit vielen Aktionen weiter, damit die Hoffnung nicht stirbt!
    Ich wünsche mir dass der Tag kommt, an dem ich aufhören kann, mich für unsere Politiker in Bund und Land zu schämen.

  6. susanne K.-G schrieb:

    Liebe Leute,

    als Mutter und ehemalige Schulsprecherin zu meiner Zeit habt Ihr meine volle Unterstützung.
    Einen Verweiß mit dem Hintergrund von solchem Engagement meines Sohnes bringe ich gerne persönlich in die Schule zurück, um meiner Solidarität Ausdruck zu verleihen.
    Herzliche Grüße
    Susanne KI.-G.

  7. Linda schrieb:

    Meinen Kindern wurde es auch kategorisch verboten an der Demo teilzunehmen. Wenn schon unseren Kindern Konsequenzen angedroht werden, sollten wir Eltern doch bei der Demo erscheinen, um auf die Mißstände aufmerksam zu machen. Meiner Ansicht nach sollte jeder das Kultusministerium mit Post beglücken mit der Frage wie sie eine Änderung herbeiführen wollen, die für die Schüler des G8 akzeptabel ist. Müllt sie zu mit allen Medien! Unser Brief ist schon unterwegs!

  8. Wahlfreiheit schrieb:

    Meine These:

    Wir brauchen sowohl ein G8 als auch ein G9!

    Ich denke, dass es an der Zeit ist, nicht nur zu reden, sondern zu handeln, nicht mehr zu streiten, sondern gemeinsam nach sinnvollen Lösungen zu suchen, denn eigentlich wollen doch alle, Schüler, Lehrer. Eltern und Politiker, dass Kinder und Jugendliche eine gute Ausbildung für eine lebenswerte Zukunft erhalten.
    Wer jetzt denkt, aha, das sind doch auch wieder nur schöne Worte, irrt: Es geht um euch, die Kinder und Jugendlichen, die unter der Last des G8 stöhnen, und mit Recht, wie ich tagtäglich sowohl als betroffene Lehrerin, aber noch mehr als Mutter mehrerer schulpflichtiger Kinder selbst ständig erfahre.
    Es geht aber auch um eine gute Ausbildung, die unter der Turbo-Offensive des G8 erheblich leidet.
    Daher ist es unumgänglich:

    Wir brauchen sowohl ein G8 als auch ein G9!

    Wie das gehen soll? Ganz einfach…
    So etwas ähnliches gab es nämlich an bayerischen Gymnasien schon einmal – Schulen mit einer Wahlfreiheit – damals hieß es Kurz- und Langform – und war organisatorisch durchaus zu stemmen!

    Was spräche dagegen:

    - Die Eltern besprechen zusammen mit ihren Kindern, was sie gemeinsam für das beste zum Wohl ihres Kindes halten,
    einen 8-jährigen Schulbesuch mit der Option eines dichteren Lernstoffs
    oder einen einen 9-jährigen Schulbesuch mit der Option von weniger Nachmittagsunterricht und etwas weniger Stofffülle, da der Lehrplan hier ja nur in neun Jahren erfüllt werden muss.

    - Sie melden ihr Kind mit dieser Festlegung am Gymnasium an und die Schule bildet, ähnlich wie bei der Zweigwahl je nach den Wünschen der Eltern die entsprechenden Klassen.

    - Bei Problemen mit der Klassenbildung könnten ähnlich wie auch heute schon bei der Kurswahl der Oberstufe Kooperationen mit benachbarten Gymnasien gebildet werden oder die Eltern bekommen die Alternative, ihr Kind in einem nahe gelegenen anderen Gymnasium mit dem entsprechenden gewünschten Angebot anzumelden. Wer würde dies nicht gerne in Kauf nehmen?

    - Der Lehrplan müsste nicht noch einmal geändert, sondern für das neue G9 nur anders, eben auf neun Jahre, verteilt werden.

    - Beide Formen des Gymnasiums erfüllen sinnvoll ihren Zweck: Im 8-jährigen Gymnasium lernen die Schüler, die bereit sind, ein höheres Arbeitspensum mit dem Vorteil der Zeitersparnis zu leisten, im 9-jährigen Gymnasium werden diejenigen Schüler unterrichtet, die vielleicht etwas weniger geballt den Stoff vermittelt bekommen wollen, mehr Freizeit für musische oder sportliche Aktivitäten suchen.

    - Beide Formen, G8 und G9, führen zum selben Abitur, also wäre hier keine weitere Belastung der Lehrer notwendig, auch die Organisation wäre einfach zu stemmen.

    - Zu den Schulbüchern: Die G8-Bücher gibt es ja schon, welcher Verlag würde dann nicht das Geschäft wittern, diese Inhalte in neuen, leicht abgeänderten Fassungen, auch bei den G9-Büchern zu verwenden?

    - Zur Einführung: Bei einem schnellen gemeinsamen Handeln aller Beteiligten zum Wohl der Kinder und Jugendlichen müsste es eigentlich möglich sein, die Eltern der jetzigen G8-Schüler, wie eben auch bei der Zweigwahl, im Frühjahr vor die Wahlfreiheit zu stellen: G8 ODER G9!
    Diejenigen Schüler, die das G8 nach wie vor besuchen möchten, bleiben ohne großen Veränderungen in ihrer alten Form.
    Diejenigen Schüler, die in das neue G9 wechseln möchten, besuchen ab Herbst 2010 eigene G9-Klassen, in denen sie den bisher erlernten Stoff vertiefen und sich dann etwas langsamer und ohne zusätzlichen Nachmittagsunterricht auf den weiteren Lehrplaninhalt, der bis zu diesem Zeitpunkt wohl sicher noch ohne größere Probleme auf diese Besonderheit abstimmen lassen würde, konzentrieren.

    - Die neuen, positiv empfunden Arbeitsformen des G8, wie Intensivierungsstunden und Seminare bleiben in beiden Formen erhalten und die Anforderungen sinken nicht, wie vielfach besonders von den Lehrerverbänden befürchtet wird.

    I have a dream!

    Helft mit, damit aus dem Traum mehr wird…

  9. Fridolin schrieb:

    Wie absurd die Maßnahmen der Kultusminister scheinen, hat Michael oben im Kommentar Nr 5 schön aufgezeigt. Man muss sich da fragen: ist das einfach Geistesschwäche oder gar Krankheit, oder kommt die Absurdität daher, dass die Verantwortlichen ewas ganz anderes wollen, als was gemeinhin als Ziel der Schulbildung gilt? Ein Denkprozess ist fällig (siehe Kommentar von ELOS), nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei uns Eltern. Geht es in der Schule wirklich darum, die Schüler möglichst gründlich mit Wissen und Fertigkeiten auszustatten, oder ist in Wahrheit etwas ganz anderes das Ziel? Lesenswert ist hier, was Freerk Huisken, Pädagogikprofessor in Bremen in seinem Buch mit dem Untertitel “Von den Grundlügen der Pädagogik…” (VSA-Verlag, ISBN 3-87975-722-4) schreibt. Eine kleines Zitat als Anregung: “Die Schüler richten sich in dieser Sorte Lernen ein: Sie lernen nur für die Noten, lernen also fürs Vergessen, täuschen Sachkenntnis vor und sorgen dafür, dass spätestens nach nach der letzten Zensurenkonferenz im Unterricht nichts mehr läuft…”. Wenn der wahre und letztendliche Zweck der Schulen das Sortieren der Schüler anhand von Noten ist, dann erscheinen die ministeriellen Maßnahmen gar nicht mehr so absurd. Das spricht denen allerdings keineswegs zum Lobe, sondern ganz im Gegenteil.

  10. EGAL schrieb:

    Hallo, habt ihr schon mal darüber nachgedacht, dass es am Freitag, 12.01.2010 Zwischenzeugnis gibt. Wie kommt man zum Zeugnis, wenn der Zug z.B. um 8.15 Uhr abfährt und der Streik angeblich um 13.00 Uhr beendet ist?
    Wer hat eine Antwort – Bitte melden!!!

  11. admin schrieb:

    Natürlich wissen wir, dass es Zeugnisse gibt.
    Die Zeugnisse können ja auch nach den Ferien abgeholt werden.

  12. anke schrieb:

    Mal im Ernst: Wer braucht ein Zwischenzeugnis?

  13. Fridolin schrieb:

    Hallo anke, gute Frage: wer braucht ein Zwischenzeugnis? Wenn man von der – leider unzutreffenden – Annahme ausgeht, dass es in der Schule darum geht, möglichst viel Brauchbares zu lernen: niemand, denn aus dem Zwischenzeugnis (und auch aus allen anderen Zeugnissen) lernt man nichts. Warum gibt es dann Zeugnisse? Jeder weiß: zumindest das letzte Zeugnis ist für die Berufsaussichten entscheidend. Die Zeugnisse davor dienen dazu, sich in unserem Schulwesen, das ganz auf Noten und Selektion ausgerichtet ist, einzurichten, d.h. sich selbst dabei notgedrungen zum Affen der Notenkonkurrenz zu machen, und jedes etwa vorhandene inhaltliche Interesse an dem Gelernten dem Gesichtspunkt unterzuordnen, ob es für die Proben taugt – und damit letztlich aufzugeben.
    Wer sich da genauer damit auseinandersetzen will: nochmals mein Buchtipp: Freerk Huisken, siehe mein Beitrag oben.

  14. MK schrieb:

    Wir stehen voll hinter der Demo. Unsere Tochter möchte hin.
    Hin-und hergerissen sind wir dennoch, v.a. die Schüler. Bekommen sie einerseits Verweise angedroht (wozu ein Schulleiter in diesem Fall verpflichtet sei), erleben sie andererseits durch Lehrer der Schule sogar große Unterstützung. Ein Besagter liess sogar die ganze Unterrichttsstunde sausen und besprach mit den Achtklässlern die ganze Thematik und forderte sie auf zur Demo hinzugehen. Hut ab! Dennoch ist es schwer, wenn morgen nur z.B. 3 oder 4 von 25 in der Klasse fehlen. Mit welchen Konsequenzen werden sie nach den Ferien rechnen müssen?

  15. ck schrieb:

    Leider habt ihr keine Demo in Niederbayern.
    Ich würde meine Kinder sofort dorthin bringen und selbst teilnehmen. Als Elternteil kann ich den Streß nur bestätigen. Allein die Überlegung, welche Kenntnisse der Mensch die letzten 20 Jahre hinzugewonnen hat. Der Lernstoff hat sich dementsprechend vergrößert,
    die Zeit von 9 auf 8 Jahre verkürzt, anstatt verlängert auf 10 und dann noch die Q.11. Hier kann man genau erkennen, wie die Politik durch unsere Wirtschaft gesteuert wird, -möglichst schnell Rentenbeitragszahler zu schaffen.
    Mehr Quantität statt Qualität ist der falsche Weg.

  16. anke schrieb:

    @ck
    Spontandemos müssen wohl nicht vorher angemeldet werden. Vielleicht “rotten” sich die Niederbayern spontan und dezentral zusammen?

    Das Wissen der Welt war schon immer viel zu viel, um es in einem Leben zu lernen. Da wird uns nur was vorgegaukelt. Die Frage ist, wozu das gut sein kann. Um Angst zu machen, dass wir etwas versäumen? Wir versäumen sogar 100%-ig ganz viel, ach, das meiste Wissen. Dennoch überlebt die Menschheit schon seit ein paar Jahrtausenden.

    Ob es andere Fähigkeiten sind, auf die es ankommt? Menschliche Wärme? Unmittelbare Erfahrungen? Zulassen von Inspiration? Erschaffen von Schönem, Neuem…

  17. susanne K.-G schrieb:

    hallo,

    hätte morgen gerne als ordner “geholfen” aber meine mails kamen immer zurück.
    wo soll ich mich melden moregn ? wann ? was gibt es zu tun ?

    L G Susanne k.-G.

  18. anke schrieb:

    Im Zweifelsfall kurz vor Demo-Beginn auf die Leute zugehen, die geschäftigt, gestresst etc. wirken ;-)

  19. Wunder schrieb:

    hallo,

    warum muss man den extra blau machen oder einen verweis riskieren? wäre doch nächste woche ohne risko besser gewesen und es hätten viel mehr kommen können.

  20. Schülermutter schrieb:

    Ich möchte hier kurz schildern, wie unsere Schulleiterin in Wertingen die Teilnahme an der Demo verhindert hat: Sie verlegte kurzerhand die Zeugnisvergabe in die 6.Std., sodass erst um 12.50 Unterrichtsende war. Trotzdem, dass die Demo in Augsburg außerhalb der Schulzeit der meisten Schüler lag ( meine Tochter hat freitags übrigens erst 15.15 Uhr Unterrichtsschluss),konnten sie es gar nicht rechtzeitig zum Königsplatz schaffen ( c.a 1Std Fahrzeit mit Bus und Bahn).
    Als Geschenk zum Ferienende hat die Q11 meiner Tochter einen noch schlimmeren Stundenplan bekommen, als im letzten Halbjahr. Sie hatte schon 5x am Nachmittag Unterricht – jetzt aber 3x bis 16.50 und 2x bis 15.15 . 3 von 4 Mathestunden, 2 von 4 Spanischstunden und 2 von 4 Deutschstunden( alle ja abiturrelevant) finden am Nachmittag als DOPPELSTUNDE statt.Eine Besserung der Situation ist also noch nicht einmal in Sichtweite.
    Bitte nicht aufgeben und weiter protestieren. Ihr habt unsere vollste Unterstützung!!!

  21. anke schrieb:

    @Schülermutter
    Bitte den Protest nicht außerhalb der eigenen Person/Gruppe denken! Nicht “ihr” sagen! Hier ist ein “wir” angebracht! Wir schaffen das, wenn alle zusammenhalten, getreu dem Motto: “Gemeinsam sind wir unerträglich.” ;-)

  22. antje schrieb:

    Sehr geehrter Herr Spänle!

    Mit Bestürzung habe ich von Ihrer Reaktion auf die heutigen (durchaus begründeten ) Schul –Streiks vieler Elftklass – Schüler in Bayern gehört!!

    Sie wünschen sich Jugendliche, die von Eltern und Schulen zu denkenden und couragierten Erwachsenen erzogen werden, um im späteren Arbeitsleben ihren Mann bzw ihre Frau zu stehen.

    Zeigen genau diese Jugendlichen Courage und Verantwortung für ihr Leben (was ihnen nach Art. 5 GG ja durchaus zusteht!), wird ihnen mit Strafen gedroht – was ein Vorbild geben Sie damit unseren fast erwachsenen Kindern ???!

    Wann sollten diese Jugendlichen in der Oberstufe ihren Unmut kund tun?

    Am späten Abend, wenn Unterricht und Lernvorbereitung für den nächsten Tag endlich beendet sind und sie das Wort „Schule“ nicht einmal mehr denken, geschweige denn in den Mund nehmen wollen?
    Oder in Form von Briefen an ein Ministerium,wo ihre Klagen in Aktenbergen versinken und die Öffentlichkeit unberührt bleibt?

    Sportliche und künstlerische Aktivitäten, aber auch Übernahme einiger Arbeiten oder Verantwortung im sozialen Bereich sind gerade in diesem Alter wichtig .
    Und da kommt ein System, das dem Schutz seiner Jugend verpflichtet ist und nimmt unseren Kindern mit solch einer
    –man kann es gar nicht anders bezeichnen-
    hirnrissigen und nicht durchdachten Weichenstellung einen großen und wichtigen Teil ihrer Jugend!

    Wo hält sich hier das Land an die Grundrechte, die die Stützpfeiler unserer Gesellschaft sind?
    Wo bleibt das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit (Art 2 GG)?
    Sogar Arbeitszeitgesetze, die Erwachsene schützen sollen, sind weitaus humaner als Ihr System zur „Bildung und Förderung“!
    Bei einer Wochen –Unterrichtszeit von ca 40 Stunden ohne Vor- und Nachbereitung ginge in Deutschland jede Gewerkschaft auf die Barrikaden!

    Im Namen unserer Kinder,die nicht zu lediglich funktionierenden und einem System ausgelieferten Wesen werden sollen, bitte ich Sie sehr, diese Schulreform auf schnellstem und unbürokratischem Wege wieder rückgängig zu machen!

    Denn diese Art Schule wird , auf längere Frist gesehen,
    das Gegenteil von dem erreichen, was doch auch ihr Ziel sein sollte:
    Erwachsene, eigenständige und lebensbejahende Menschen zu erziehen!

    Mit freundlichen Grüßen

    Antje Volkmer

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