Unsere Hauptkritikpunkte sind:
1. Belastung durch hohe Stundenzahl
- Mindestwochenstundenzahl: in vier Halbjahren im G8 (132) rund 20 Prozent höher als im G9 (108)
- in der Praxis 34 bis 38 Wochenstunden in der Q11, d.h. Erhöhung um 30 Prozent
- nicht altersgemäße wöchentliche Arbeitsbelastung von 50 bis 60 Stunden, Fahrt- und Wartezeiten durch „Freistunden“ nicht mitgerechnet
- somit ein klarer Verstoß gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz
- Nachmittagsunterricht an drei bis vier Tagen (De-facto-Ganztagsbetrieb)
- Vorbereitung für den nächsten Tag bis in die Nachtstunden
- hohe Belastung vor allem für Fahrschüler, die im Flächenstaat Bayern in der Mehrzahl sind, Rückkehr nach Hause oft erst nach 18 Uhr
2. Zu hohes Leistungsniveau
- versprochene Kürzung der Lehrplans um 1/9 de facto nicht erfolgt
- mehr Stoff in kürzerer Zeit
- zu hohe Anforderungen in den geplanten Abituraufgaben
- wegen zu wenig Vorbereitungszeit und hoher Klausurendichte kaum zu bewältigender Leistungsdruck
- teilweise unkalkulierbares Anforderungsniveau in Klausuren sowie unzureichende Vorbereitung auf Aufgabenstellungen der Oberstufe
- Festlegung auf Abiturfächer (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache), für die unter Umständen keine Neigung und Begabung vorhanden ist
- zusätzliche zeitliche Belastung durch Seminare zur Berufsorientierung
- damit insgesamt erschwerte Bedingungen gegenüber der jetzigen K12, dem Konkurrenzjahrgang im Kampf um die Studienplätze
- kaum Freizeit und Zeit für soziales Engagement, Sport, Musik oder den Führerschein
Unsere Forderungen und Verbesserungsvorschläge:
Sofort:
- Überarbeitung der Lehrpläne und Reduzierung der Stofffülle
- mehr Lehrer und kleinere Kurse
- bessere Vorbereitung auf die Anforderungen der Oberstufe
- gerechte Abituraufgaben (Grundkursniveau) und Chancengleichheit im Hinblick auf den doppelten Abiturjahrgang
- bessere räumliche Voraussetzungen (Aufenthaltsräume)
- bessere Busanbindungen für die Schüler im ländlichen Raum
- ausreichend Studienplätze im doppelten Abiturjahrgang 2011
Für die nachfolgenden Jahrgänge:
- Mehr Zeit für Bildung
- Wahlfreiheit zwischen G8 und G9
- weniger Stunden in der Oberstufe, z.B. durch Abschaffung der wenig effektiven und teuren Intensivierungsstunden und damit mehr Fachstunden in Unter- und Mittelstufe
- dafür mehr Lehrer und kleinere Klassen
- mehr Wahlfreiheit in der Oberstufe bzgl. der Abiturfächer
- Umstellung des Systems auf echten Ganztagsschulbetrieb mit entsprechender räumlicher und personeller Ausstattung
- damit mehr Zeit für musische, sportliche und soziale Angebote an den Schulen



Mittwoch 20. Januar 2010 um 23:26
Hallo,
das is ja alles schön und gut aber das is alles noch etwas unpräzise und schwammig.
Eine Demo sollte mit einem entsprechendem Aufruf beworben werden, bei dem sich etwas genauer mit den Umständen, die solche Forderungen nach sich ziehen, auseinandergesetzt wird.
Ich würd das alles noch etwas konkreter ausführen, sonst entsteht der Eindruck, dass wir einfach rummeckern wollen.
Z.B.:”Überdenken und Überarbeitung des Systems” was soll damit gemeint sein?
Zwar wissen SchülerInnen der neuen Oberstufe was damit gemeint sein könnte, jedoch soll eine Demo doch auch Kritik nach außen tragen, die von Leuten gehört und verstanden werden soll, die sich uns ferner anschließen und sich für unsere Belange einsetzen (weil sie sich auch nachvollziehen können).
Nachvollziehbare Beweggründe für solche Forderungen und für die Demo sollten daher den Kern eines Aufrufs basierend auf dem obigen Forderungen-Katalog bilden.
Ich will mich nicht wichtig machen, vielmehr soll der Kommentar Anreiz sein eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem G8 weiter voranzutreiben und somit die Basis zu schaffen Forderungen zu stellen und Kritik zu üben.
Donnerstag 21. Januar 2010 um 08:03
Die Forderungen sind meines Erachtens ganz klar formuliert: z.B. weniger Stunden in der Oberstufe! Das nützt natürlich der jetzigen Q11 nichts mehr, aber es geht schließllich auch um die nachfolgenden Jahrgänge. Wie die Überarbeitung im Detail aussehen soll, darüber müssen sich in erster Linie die Verantwortlichen Gedanken machen! Außerdem artikuliert sich in dieser Demo auch die ganze Wut des Versuchskaninchen-Jahrgangs, wie mit ihnen in den letzten fünf Jahren umgesprungen worden ist. All das gipfelt in der Oberstufe, bei der jetzt “nachgesteuert” werden muss, wie das auf Kumi-Deutscht heißt. Das ist das Prinzip Versuch und Irrtum. 2004 sind die Eltern auf die Straße gegangen, jetzt nehmen es die Betroffenen selbst in die Hand.
Samstag 23. Januar 2010 um 18:53
Ich versteh immer noch nicht wie ihr auf 50-60 Stunden pro Woche kommt, ich hab meine mal grob zusammengerechnet und komme inklusive Fahrtzeit (1 Stunde pro Tag) auf ca. 45 und das ist OK.
Außerdem haben am GymSob fast alle Schüler nur zweimal Nachmittag, somit ist der zweite eurer Kritikpunkte nicht ganz richtig.
Außerdem ist die Forderung der Auswahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 völlig utopisch, ich hab mir beim Lesen ein Lachen nicht verkneifen können.
Ich bin nicht für das G8 und stimme in wenigen Sachen auch mit euch überein (zu wenig Lehrer/zu große Kurse) allerdings ist es wahrscheinlich sinnvoller für Euch eher zu Lernen und damit eure Noten zu verbessern als so einen Unsinn zu planen, ein Streik nützt keinem Schüler was und die Demonstrationen bei Einführung des G8 waren genauso nutzlos.
Sonntag 24. Januar 2010 um 15:07
Also ich bin auch der Meinung, dass eine Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 erstens völlig utopisch und zweitens auch völlig sinnlos ist. Denn im Alter von zehn Jahren wollen glaube ich die meisten Kinder lieber ein Jahr weniger zur Schule als eines mehr. Außerdem wie soll das dann aussehn? Soll dann aus dem dreigliedrigen ein viergliedriges Schulsystem werden mit zwei Arten von Gymnasien?
Allerdings fühle ich mich langsam auch vom Kumi verarscht und bin der Meinung, dass es so nicht wieter gehen kann und was geändert werden muss. Und von allein tut sich sicher nichts. Also MUSS man für seine eigene Bildung, und natürlich auch für die der späteren Gymnasiasten, auf die Straße gehen und mehr Leute auf die Probleme aufmeksam machen.
Sonntag 24. Januar 2010 um 15:37
Was mich an der Umsetzung des G8 am meisten stört ist diese Ignoranz gegenüber den Beteiligten!
Außerdem hätte man sich kein neues System ausdenken brauchen!
Es gibt doch genug andere Länder auch in der EU, die nur 8 Jahre Gymnasium haben! Und von denen habe ich persönlich noch nichts negatives gehört!
Also, warum mussten die das Rad neu erfinden?
Sonntag 24. Januar 2010 um 18:09
@korbinian: nur weil es einzelnen nicht so schlecht geht, gibt das ja dem System nicht recht. Dann hast Du vielleicht Glück gehabt, aber man kann ja nicht immer nur von seinem persönlichen Einzelfall ausgehen. Die Strukturen sind so, dass es eben Leute gibt und nicht zu wenige, die vier Nachmittage Schule haben und wirklich auf die Arbeitsstunden kommen und eine enorme Belastung haben, weil sie z.B. eine bestimmte Fächerkombination und/oder weite Anfahrtswege haben. Es sind oft genau die guten Schüler, deren Belastbarkeit in der Q11 deutlich überschritten wird, weil sie vor Lernen nicht mehr ein noch aus wissen.
@benny und korbinian: Was die Wahlfreiheit betrifft, so wird das in Fachkreisen (z.B.Bayerischer Philologenverband)bereits ernsthaft diskutiert und von namhaften Experten empfohlen. Konkret könnte es so aussehen, dass es entweder zwei Zweige gibt, oder die 11. Klasse als Übergangsklasse zwischen Mittel- und Oberstufe wieder eingeführt wird, aber freiwillig, d.h. die Überflieger können gleich in die Oberstufe eintreten, die anderen können sich Zeit lassen. Ich emfehle als Lektüre die Süddeutsche Zeitung, Bayernteil vom 21.1.2010. In Schleswig-Holstein gibt es die Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 übrigens bereits.
Sonntag 24. Januar 2010 um 22:17
Hallo,
ich bin Lehrer an einem bayerischen Gymnasium und war damals Mitorganisator des Volksbegehrens gegen das G8. Einige Gedanken zu meinen Vorschreibern:
Was soll so utopisch sein an der Wahlfreiheit? Man kann doch auch wählen zwischen dem musischen, dem sprachlichen, dem naturwissenschaftlichen Zweig – alle mit unterschiedlichen Stundenplänen. Und diese Entscheidung treffen im Wesentlichen vielleicht vernünftige Eltern, doch nicht 10-jährige.
Ich bin eigentlich immer noch grundsätzlich gegen das G8, denn mit vielen Kritikpunkten haben die Organisatoren der Demo doch Recht: Viel Druck und Stress – mit der blöden Folge, dass man immer weniger kann und weiß (Stichwort Bulimie-Lernen). Es ist bayerischen Schülern NICHT damit geholfen, wenn sie einen Zettel haben, auf dem “Abitur” draufsteht, aber keiner nimmt den mehr ernst.
Und es ist bayerischen Schülern NICHT geholfen, wenn sie zu kritiklosen Stofffressern werden, weil keine Zeit mehr zum Nachdenken bleibt.
Deshalb meine Bitte: Klar braucht Ihr jetzt erstmal Erleichterungen (ich habe drei Q11-Kurse und weiß, wovon ich rede…)
Aber legt den Schwerpunkt bitte nicht aufs Kürzen und auf Bildungsabbau: Fordert GENÜGEND ZEIT für euere Bildung! Wahlfreiheit oder Rückkehr zum G9! (Was das kostet, ist im Vergleich zur Hypo-Alpe-Adria-Pleite ein Klacks!)
Dienstag 26. Januar 2010 um 18:28
@ Korbinian:
Du machst wohl keine Hausaufgaben, musst Referate vorbereiten, Bewerbungen schreiben bzw sinnlose Hefte zur Berufsorientierung ausfüllen, für Abfragen, Kurzarbeiten, Exen und Schulaufgaben lernen, wenn du auf 45 Stunden kommst?
Also ich finde 50-60 absolut richtig, als Durchschnittswert, der in Spitzenzeiten mit bis zu drei Schulaufgaben pro Woche sogar noch überboten werden kann.
Ansonsten kann ich mich wirklich nur BiBa anschließen!!!
Dienstag 26. Januar 2010 um 22:45
- Festlegung auf Abiturfächer (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache), für die unter Umständen keine Neigung und Begabung vorhanden ist
Ja und ?
eine Abitur Prüfung in den genannten Fächer macht 6,66% der Abitur Note aus, nehmen wir an du kannst Mathe nicht, Ja und? deswegen fällst du nicht durch das Abitur… Wenn du alles kannst außer Mathe, dann solltest du dir wicklich keine Sorgen machen und wenns an Deutsch, Mathematik UND Fremdsprachen liegt, bist du an der falschen Schule.
Im übrigen schau dir mal den Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss an …
Genau die machen in Deutsch, Mathematik und Englisch ihren Abschluss und hey sogar die schaffen es…
- wegen zu wenig Vorbereitungszeit und hoher Klausurendichte kaum zu bewältigender Leistungsdruck
mit was verglichen? also mit dem G9 verglichen Stimmt das sicherlich nicht, im Gegenteil, das G9 hat Leistungskurse in denen sie 2 Klausuren schreiben. Außerdem werden in den P und W Seminaren keine Klausuren geschrieben, um genau nicht eine höhere Klausuren Dichte zu haben…
- zusätzliche zeitliche Belastung durch Seminare zur Berufsorientierung
Die hier verpönten Seminare sind meiner Meinung nach ein entgegenkommen des Kultusministerium.
Die Seminare zählen verhältnismäßig viel für die Abiturnote, sind aber nicht Stoff im Abitur.
- Mindestwochenstundenzahl: in vier Halbjahren im G9 (108) rund 20 Prozent höher als im G8 (132)
- in der Praxis 34 bis 38 Wochenstunden in der Q11, d.h. Erhöhung um 30 Prozent
In der Praxis hat das G8 34 bis 38 Wochenstd, ja stimmt und wenn ich es mit den 108 Wochenstd des G9 vergleiche sind es auch 30%, aber dann vergelicht es doch bitte auch mit den Std die ein G9ler auch tatsächlich hat, NIEMAND hat 108 Wochenstd, die meisten irgendwas zwischen 115 und 130…
- nicht altersgemäße wöchentliche Arbeitsbelastung von 50 bis 60 Stunden, Fahrt- und Wartezeiten durch „Freistunden“ nicht mitgerechnet
bei 36 SchulWochenstd sind das 27 Std in der Woche, dh du arbeitest bis zu 33 Std zu hause in der Woche, also durchschnittlich fast 5 Std am Tag… Montag bis Sonntag…
- gerechte Abituraufgaben (Grundkursniveau) und Chancengleichheit im Hinblick auf den doppelten Abiturjahrgang
Bis auf in Mathe ( in dem das G8 mehr Wochenstd. als das G9 GK hat) wurde der Grundkurslehrplan des G9 genommen und gekürzt, es kam kein zusätzlicher Stoff dazu.
Wers nicht glaubt nimmt sich bitte die beiden Lehrpläne zu Hand und vergleicht sie.
Mittwoch 27. Januar 2010 um 00:10
@olli:
1. Es geht um die Vergleichbarkeit der Abiturprüfungen. Interessanterweise haben sich die Abi-Schnitte seit Einführung der Kollegstufe 1979 im Vergleich zu vorher um eine halbe Notenstufe verbessert. Das Ziel der erneuten Oberstufenreform war ja wohl eine bessere Allgemeinbildung in den Kernkompetenzen der Studienanfänger herbeizuführen. Aber wenn ich nicht für Mathe begabt bin, werde ich ja darin nicht besser, nur weil ich darin eine Prüfung schreibe.
2. 130 Stunden sind immer noch weniger als die Mindestwochenstundenzahl im G8 von 132, die in der Realtität auch niemand hat. Jeder, der ältere Geschwister im G9 hat, hat den unmittelbaren Vergleich und kann ein Lied davon singen wieviel Freizeit sie im Vergleich haben.
3. In Stoßzeiten mit z.B. vier Klausuren in zehn Tagen sind diese Zeiten realistisch. Natürlich schreibt man im G9 auch mal zwei Klausuren pro Woche, hat aber nicht so viele Stunden (vier Nachmittage Unterricht), das ist einfach Fakt und hat deshalb mehr Zeit zur Vorbereitung. Das Schlimme ist die Kombination von hoher Stundenzahl und Klausurenvorbereitung. Das Wochenende zählt im G8 grundsätzlich mit zur Vorbereitungszeit, ohne das ging’s gar nicht!
4. Mit den Seminaren zur Berufsorientierung (BUS)sind zusätzliche Pflicht-Seminare, nicht die W- und P-Seminare gemeint, die in größeren Abständen zusätzlich zum regulären Stundenplan abgehalten werden, z.B. auch am Freitag
nachmittag
5. Wie so oft ist die Theorie im G8 grau: die allgmeinen Erfahrungen lehren, dass in der Praxis eben nicht nur Grundkursniveau angewandt wird. Außerdem fehlt im G8 die Vorbereitungszeit auf das Anforderungsniveau der Oberstufe, für die im G9 die 11. Klasse diente. Wer z.B in Musik schriftlich Abitur macht, wird feststellen, dass die Abituraufgaben sich nicht wesentlich vom Leistungskursabitur unterscheidet, dafür aber nur zwei Unterrichtsstunden in der Woche zur Verfügung stehen. Und so reiht sich eine Ungereimtheit an die andere.
Mittwoch 27. Januar 2010 um 17:42
hallo leute,
ich finde das konzept des G8 eigentlich gar nicht so schlecht,jedoch merkt mann in der realität von diesem “Plan” rein gar nichts mehr.Ich bin selber in der Q11 und an unserer Schule ist es das reinste chaos!!!enormer Platzmangel und unfähige Lehrer mit veralteten Lehrmethoden!!Kursräumme sind kaum vorhanden,deswegen dürfen wir uns in den Klassen der 5.Jahrgangsstufe abplagen.Außerdem ist es den Lehrern egal ob wir jetzt schon bis 3Uhr morgens lernen hauptsache sie bekommen ihren Stoff durch!!Diese enormen Belastungen führen natürlich irgendwann zu gesundheitlichen Schäden,allein in unserem Jahrgang gab es einen Fall von einem “Burn out Syndrom” mehrere Depressionen häufigere Fehltage im Vergleich zum G9(nicht durch Schwänzen,sondern durch Krankheit) und auch ich war vor wenigen Wochen ein Paar Tage im Krankenhaus,Diagnose der Ärtzte:ZU VIEL STRESS!!leider ist das an unserer Schule kein Einzelfall!!Für mich persönlich steht fest das G8 ist katastrophal und sowohl moralisch als auch gesetzlich nicht vertretbar!!!Deshalb find ich solche Proteste sehr sinnvoll um die Aufmerksamkeit der Regierung jetzt wirklich einmal auf uns Schüler zu lenken.Denn wenn man schon Milliarden in der Wirtschaftskrise verbraten kann,dann wird man wohl auch noch ein bisschen Ziet für die Zukunft des Landes aufopfern können!!!
Mittwoch 27. Januar 2010 um 22:17
also ich hab jetzt nicht mehr alle kommentare fertiggelesen, weil ich nicht mehr die zeit dazu hab, aber fakt ist, dass irgendjemand mal aktiv werden muss und das sind nunmal vorallem wir, die jetztigen q11 jahrgänge, weil wir wissen, wie die lage momentan ist
so wies zur zeit abläuft, so kanns nicht weitergehn! ich hab jeden tag, na gut außer freitag, nachmittag… und dann 3 mal bis 5… sowas wünsch ich nicht mal meinem erzfeind!
und solche kommentare wie, ich weiß nicht was ihr wollt, an dem und dem gymnasium haben alle nur 2 mal nachmittag! sowas macht mich noch wütender…
wenn man nachhilfe in einem fach braucht, sowas funktioniert eigentlich gar nicht mehr, weil die zeit nicht da ist, wir sind keine roboter oder irgendwelche maschinen, die nur dazu gemacht wurden, dass sie in die schule gehen und wieder heim, da dann lernen und am nächsten tag alles von vorne! nein absolut nicht!!!
hab seit heuer so gut wie keine, ach was sag ich, keine zeit für hobbys und wenn ich mal frei hab, dann schlaf ich, weil ich so erschöft vom wirklich anstrengenden tag bin!
und sowas kann und darf es einfach nicht geben…
DESWEGEN: leute, macht mit bei der demo, setzt ein zeichen
Donnerstag 28. Januar 2010 um 02:12
Ich will hier nur was zu G8 / G9 parallel sagen. Es gibt nicht nur in Schleswig-Holstein die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9, sondern seit der Einführung des G8 auch in Rheinland-Pfalz. Und in RP hat man meiner Meinung nach genau die richtige Vorgehensweise eingeführt. Die Eltern entscheiden beim Übertritt (i. d. R. aufgrund eines beratungsgesprächs / 95% der Eltern halten sich an die Empfehlungen) ob sie ihre Tochter/ihren Sohn ins G8 oder G9 geben. Wer ins G8 geht, hat automatisch in ganz RP an allen Gymnasien eine “gebundene Ganztagsschule” mit rhythmisiertem Unterricht. Das G9 ist ein normalses Regelgymnasium, wie es das bei uns in Bayern auch war. Und genau das halte ich für den richtigen Weg.
Das G8 ist doch nur ein Sparmodell. Einziges Ziel war und ist es Bildung billiger zu machen. Und ausschließlich deshalb macht man jetzt aus den Hauptschulen sogenannte Mittelschulen. Außer Schülertourismus und ein anderes Schild am Eingang ändert sich nichts. Doch – die einzügigen HS in den ländlichen Gegenden sterben noch schneller, aber das ist ja gewollt. Lehrereinsaprung und Klassen vergrößern ist das Ziel.
BiBa hat es grundsätzlich auf den Punkt gebracht. Und genau das… mit der Kohle, die man in der BayernLB und mit der Hypo Group Alpe Adria verbrannt und verschleudert hat, könnte man das G9 und parallen dazu das G8 als gebundene Ganztagsschule Jahrzehnte finanzieren. Und dann wäre noch Geld übrig.
Und demnächst kommen die nächsten 21 Milliarden, die man bei der BayernLB abschreiben muss. Dann geht der Sparwahn im Bildungssystem noch heftiger los.
Die CSU kann es einfach nicht. Weder die Aufsicht bei der Landesbank noch Bildungspolitik. Und sie ist 100% beratungsresistent und ignorant.
Also, auf gehts zum Bildungsstreik-Q11.
Wir von der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) Landshut und der AfB Niederbayern sind auch dabei.
Donnerstag 28. Januar 2010 um 18:02
Ich bin auch Schülerin der Q11 und muss sagen, dass das G8 zeitweise wirklich sehr stressig ist.
Grundsätzlich bin ich nicht gegen das G8, schließlich gibt es das 8-jährige Gymnasium auch schon in vielen anderen Ländern. Nur wurde es einfach zu überstürzt eingeführt mit der Folge dass nie wirklich klar war was denn nun als nächstes kommt und wie man damit umgehen soll. So ist es nun eben auch bei der “neuen Oberstufe” Das System aus Rheinland-Pfalz klingt wirklich gut, nur würde diese Umstellung unserem Staat sicher einiges kosten und ihr Geld werden sie sicher nicht allzu gerne dafür ausgeben. Meiner Meinung nach ist es daher umso wichtiger, and der Demonstration teilzunehmen. Es gibt einige Schüler die der Meinung sind, dass es sowieso nichts verändern würde teilzunehmen, aber ganz sicher ist, dass man nichts verändern kann wenn man nicht hingeht. Es wird langsam Zeit der Öffentlichkeit zu zeigen, dass das vermeintliche “Erfolgsmodell”, das das Kultusministerium in Broschüren und Zeitungen munter weiter propagiert, gar kein Erfolg ist und die “Versuchskaninchen” auch so gar nicht glücklich über das weggekürzte Schuljahr sind.
Es kann übrigens sogar sein, dass jemand über 40 Wochenstunden hat und zu sagen, der oder diejenige hätte dann eben falsch gewählt ist absoluter Unsinn, es gibt eben Schüler die gerne in Kunst oder Sport Abitur machen wollen und sich zusätzlich noch für Fächer wie Psychologie interessieren.
Meiner Meinung nach ist die viel kritisierte Breufsorientierung aber wirklich keine schlechte Idee, nur ist sie, wie eigentlich alles in der Q11 schlecht organisiert und die Lehrer wissen selbst nicht was sie denn nun eigentlich unterrichten sollen.
Also, ich hoffe dass viele Schüler und vielleicht auch Eltern (Lehrer dürfen ja leider nicht streiken, ich kenne viele Lehrer, die mit der Durchführung des G8 und den Zustönden in der Q11 auch nicht glücklich sind) and der Demonstration teilnehmen werden!
Freitag 29. Januar 2010 um 15:58
Hier zeigen sich wieder mal folgende Dinge:
Beim Thema Schule kann jeder mitreden, ist jeder Profi.
Niemand, ich wiederhole, niemand kann hier objektiv vergleichen (Vor allem nicht Schüler). Alles nur Hörensagen.
Über Wahlmöglichkeiten G8/G9 kann nur der ernsthaft nachdenken, der wirklich keinerlei Einblick in Schulorganisation hat.
Dieser ganze G8-Aktionismus wurde leider irgendwie von außen in die Kurse hineingetragen, und zwar noch vor dem allerersten Schultag.
Die Q11 wurde noch vor der ersten Stunde als Mist vorverurteilt.
Eine erste Zwischenbilanz zu ziehen, bevor das erste Zwischenergebnis (Ausbildungsabschnittszeugnisse 11.1) vorliegt und Leistungen tatsächlich verglichen werden können, ist verantwortungslos.
In einem Punkt allerdings Zustimmung: Nicht das Konzept, sondern die Möglichkeiten der Umsetzung sind oft unzureichend.
Hierfür sollte daher gekämpft werden: Die Schulen werden der Q11 nicht gerecht. Allerdings wird auch das entspannen, wenn keine doppelte Kollegstufe mehr da ist.
Freitag 29. Januar 2010 um 19:11
Nun, das Abitur soll auf die Universität vorbereiten, nicht auf die Berufsschule. Daher ist es völlig gerechtfertigt von den Schülern ein Niveau zu erwarten und ihnen die Umstellung auf die Universität nicht unnötig schwer zu machen, in dem man am Gymnasium keine großen Anforderungen stellt, so dass sie dann nach ein bis zwei Semestern Studium feststellen müssen, dass sie auf dem Gymnasium nichts gelernt haben. Auch Lernen muss man lernen und das geht nicht mit wenig Stoff. Und Mathe nur auf Grundkursniveau ist nicht wirklich zielführend. Um Mathematik kam man übrigens auch am G9 nicht herum. So viel zu früher war alles besser.
Die wirklichen Probleme sind zu großen Teilen die gleichen wie vorher: Zu große Klassen, zu wenig Stunden im Vergleich zum Stoff, (Eltern die sich wundern, dass Schule eben nicht von alleine geht), kein Interesse an wirklicher Bildung, keine Nachmittagsbetreuung
Die größte Schweinerei ist die Abschaffung der Leistungskurse, die schwachsinnigen nutzlosen Intensivierungsstunden, die absolut amateurhaft angelegten Seminare (natürlich stark vom Lehrer abhängig), Erdkunde und andere Fächer nur noch alle zwei Jahre (Bremen, da war doch was?), die schlechte Situation bzgl. Fahrzeiten auf dem Land, das Erschweren von selbst gewählter Bildung am Nachmittag, viel zu wenig Sport
Für alle die über Überforderung klagen: Durchfallen ist erstaunlich selten geworden.
Zurück zum G9, nur mit bessere Ausbildung und einer gewissenhafteren und breiteren Sotffvermittlung, auf dass man wirklich auf die Universität vorbereitet wird. Wahlweise Ganztagschule oder Vormittagsschule. Man kann sich sowieso nicht ewig konzentrieren.
Samstag 30. Januar 2010 um 12:01
Hallo Leute!
Ich kann euch ja verstehen- beide Seiten! Nachdem ich nun alle Kommentare aufmerksam gelesen habe, möchte ich eins loswerden: es hilft nicht wenn zwei Extreme aufeinander prallen. Wir müssen einfach versuchen eine Lösung zu finden mit der jeder leben kann. Das klingt utopisch, ich wieß, aber wie soll es denn anders funktionieren?
Ich bin selbst in einer Q11 an einem bayrischen Gymnasium- und ich wäre lieber im G9, wenn ich die Wahl gehabt hätte. Aber uns hat keiner gefragt. Meine Woche hat definitiv die oben angesprochenen 50 Arbeitsstunden und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Lehrer auf ihre Schüler keine Rücksicht nehmen. Ob sie es nicht wollen oder nicht können, kann ich nicht beurteilen.
Mein Zeugnis wird gut sein,so viel steht fest, aber ich werde wahrscheinlich trotzdem auf die Demo fahren. In der letzten Schulaufgaben-Phase war ich wirklich am Ende. Teilweise kam ich abends nach Hause, bin in meinen Sessel gefallen und in Tränen ausgebrochen, weil ich nicht mehr konnte. Nach 10! Stunden Unterricht am Tag fühlt man sich am Ende wie von einem Zug überrollt. Kann das wirklich das Ziel unserer Regierung sein? Dass die jungen Leute mit 21 oder 22 so am Ende sind, dass gar nichts mehr geht?
Man muss am G8 etwas ändern. Meiner Meinung nach sollte einfach mehr Zeit eingeplant werden um uns die zentralen Inhalte des Lehrplans auch wirklich vermitteln zu können. Die Franzosen nennen ihr Abitur “Bac idiotique” weil es so einfach ist. Auch das sollte nicht dass Ergebnis der bayrischen Bildungspolitik sein.
Aber: WIR müssen uns wehren- und das Jetzt! Nicht in 3 Jahren, wenns dann zu spät ist…
Ach, und noch was: von wegen wir sollen uns nicht so anstellen… Wir sind überfordet. Und warum gibt es keine höheren Durchfallquoten? Weil das von unserem KM nicht gerne gesehen wird- dann wäre G8 kein Erfolgsmodell mehr. Das ist nicht ausgedacht, sondern ein trauriger Fakt.
Bei einem Elternabend an unserer Schule, haben die Beratungslehrer von der Oberstufe abgeraten. Das sagt doch alles oder??
Leute, wir müssen etwas tun, aber dann alle zusammen, sonst bringt das nichts!!!
Denkt drüber nach und kommt zur Demo!!
Sonntag 31. Januar 2010 um 17:11
Hallo Leutz,
ihr habt recht, wenn ihr Euch aufregt. Ich konnte zum Glück noch das G9 erleben und bin jetzt an der Universität, studiere hier Lehramt Mathematik für Gymnasien. Und ich muss sagen, es sieht schlecht aus! Wir unterhalten uns auch über Erfahrungen aus unseren Praktika und es ist hier im Raum Nürnberg überall das gleiche: Das Niveau in Mathe ist wahnsinnig gesunken. Eine Freundin von mir (nicht ganz so fleißig) ist in der 11. Klasse im G9 wegen Mathe durchgefallen und in der 11. G8 gelandet. Jetzt hat sie 14 Punkte in Mathe und das nicht, weil sie ach so viel lernt… Die haben einfach die Anforderungen auch schon ziemlich gesenkt.
Unsere geliebte Regierung kommt mit dem Argument, dass es in anderen Bundesländern auch mit dem 8jährigen Gymnasium geht. Das mag stimmen, wie z.B. in Hesser. Aber wisst ihr, was man sich hierzulande sagt? “Schaffst Du Dein Abitur in Bayern nicht, dann geh nach Hessen. Da schaffst Dus bestimmt.”
Und uns erzählen sie immer wieder, man braucht keine Lehrer mehr, wir werden nicht eingestellt etc. Natürlich braucht man keine Lehrer mehr, weil die Klassen einfach größer gemacht werden. 30 Schüler sind hier in der Gegend echt keine Seltenheit mehr. Mach da mal einen anständigen Mathematikunterricht, wo Du auch Rücksicht auf die Schlechteren nimmst und dafür sorgst, dass sich die Guten nicht langweilen. Unmöglich! Selbst in der 10. Klasse kann ich nicht gleichzeitig auf 30 Leute eingehen. Rechnet das mal hoch. Ich habe pro Schüler 1,5 Minuten Zeit….
Ich frage mich echt, wie diese netten Menschen in München immer noch so hohe Stimmenanteile erhalten, in anderen Ländern wär doch so eine Regierung schon längst weg.
Ach ja, wegen der Hypo-Alpe-Adria und dem Geld, das da verschleudert wird. Wir sind dafür, dass den Verantwortlichen (wie bei normalen Menschen auch) das Gehalt bis zum Existenzminimum gepfändet wird und sie ruhig mal noch neben ihrem Politikerposten in ner Frittenbude arbeiten sollten, um etwas von Ihren Schulden zurückzuzahlen. Weil dann werden die Schulden wieder uns, der nächsten Generation, aufgebrummt und wir dürfen sie dann zurückzahlen. Und hatten nicht mal was von dem Geld!
Sonntag 31. Januar 2010 um 21:04
Servus liebe Q11-Leidensgenossen!
@DanielC: 30 Leute?? Du machst Witze! Ich erinnere mich an Physik 9. Klasse… Da waren es 41 (!!!) Schüler bei uns! Zwei Klassen zusammengelegt – aus ökonomischen Gründen. An ruhigen Unterricht war da nicht mehr zu denken…. Da waren fast Stehplatzverhältnisse angesagt!!!
So jetzt, zwei jahre Später, haben wir den Salat. Es fehlen die Grundlagen – vorne und hinten! Rücksicht wird seitens der Lehrer natürlich keine genommen, da wir jetzt ja schon fast erwachsen sind und uns selbst organisieren können!
Ich werde für das Zeugnis in drei Fächern unterpunkten – in Deutsch (03 P.), Chemie (03 P.) und Erdkunde (02 P.)!! Na gut, in Erdkunde wurde die Klausur mit 0 Punkten bewertet – mein Fehler – da das Attest einen Tag zu spät eingereicht wurde!!!
Meine Deutschlehrerin zum Beispiel versteht den Stress überhaupt nicht – in ihrem Unterricht muss man ständig da sein, es werden fünf (!!!) Exen im Halbjahr geschrieben – sie will eben dass wir ja jetzt schon Abiturbedingungen haben. In der ersten Stunde am ersten Schultag hat sie gesagt, wer nicht alle Freizeitaktivitäten sofort einstellt und sich voll und ganz auf die Schule konzentriert, kann seine Sachen sofort packen und nach Hause gehen – schließlich haben ja alle schon die mittlere Reife erhalten!!!
Im Unterrichtsbeitrag hat sie mir zwei mal 0 Punkte eingetragen. Ich bin ja ein etwas ruhigerer Schüler, aber 0 Punkte? Schon etwas heftig, oder?!?! Ich hab das gefühl dass sie einfach fragen formuliert, die niemand versteht, dann die ruhigen aufruft und dann eine Begründung dafür hat 0 Punkte zu geben.
Zu Mathe: Es stimmt, die Anforderungen sind niedrig, ich habe mich von einer 4 in der 10. Klasse auf eine 3 (09 Punkte) verbessert.
Montag 1. Februar 2010 um 11:01
Hallo liebe Versuchskaninchen,
bitte geht zu dieser Demo, ist vielleicht Eure lezte Chance noch was zu bewirken! Als Eltern mitanschauen zu müssen, wie sich die Leute in der Q11 abarbeiten bis zur Erschöpfung, bricht einem manchmal echt das “Mutter-Herz”! Fast alle haben an unserer Schule 4 Nachmittage Unterricht (2x bis zur 9.Std./1x bis 10./1x bis 11.Std!), und lernen bis spät abends. Klar haben sie Freistunden, nur leider keine Aufent-haltsräume dazu. Viele Schüler klagen ihr Leid: Sie sind einfach FERTIG, heulen weil sie nicht mehr wissen wie sie alles schaffen sollen (Zeit!),einige haben Schlafprobleme, keine freien Wochenenden oder gar Ferien (was war das?). Das Level in einigen Fächern ist zwischen GK und LK-Niveau, zu viele Transfer-aufgaben in den Klausuren. Und für die ganze Plackerei gibt´s dann noch schlechte Schnitte. Wenn das so weiter geht, haben nach dem ABi sowieso viele keine Lust mehr auf ein Studium, weil sie ausgebrannt sind. Dann hat sich das Problem mit den Studienplätzen für die Bayer. Stattsregierung praktischerweise erledigt.
Dienstag 2. Februar 2010 um 11:48
Ihr übertreibt es alle maßlos.
natürlich sind wir Versuchskaninchen und natürlich sind die Lehrpläne nicht ausreichend überarbeitet, aber das G8 hat auch sehr viele Vorteile, meine lieben:
1. Wir sind 1 Jahr früher fertig!
2. Mündlich und Schriftlich zählt 1:1
3. In Fremdsprachen dürfen wir zweisprachige Wörterbücher verwenden.
4. Unser Abi muss einfach werden, weil sich sonst das Kultusministerium ins eigene Fleisch schneiden wird.
5. Wir schreiben weniger Klausuren, als die G9er!
6. Wir werden im Unterricht explizit auf unsere Seminararbeit und das Thema vorbereitet und diese muss etwa 10 Seiten kürzer sein, als die Facharbeit im g9.
so und jetzt zu euren lächerlichen Thesen:
erstmal dazu, dass ihr alle meint die jetzige K12 wäre unser “Konkurrenzjahrgang”, weil diese uns sozusagen die Studienplätze wegnehmen würde. Völliger Quatsch! Die jetzige K12 muss sich mit den Zeugnissen von 12/1, 12/2 und 13/1 bewerben, weil sie sich für das Sommersemester bewerben müssen, und wir uns für das Wintersemester 2011. soviel dazu.
Niemand kann mir erzählen, dass er jeden Tag bis in die Nacht bzw. 5 Stunden am Tag (auch am Wochenende)lernt, denn dann seid ihr eindeutig auf der falschen Schule.
Jeder von uns hat dieses Schuljahr echt viel Nachmittagsunterricht, das stimmt, aber dafür haben auch die meisten nächstes Jahr dann ca. 8-10 Stunden weniger.
Niemand von uns kann objektiv vergleichen, wir wissen nicht ob das G8 schwerer ist oder das G9.
Außerdem ist es zum Beispiel bei uns auf dem Gymnasium so, dass unser Jahrgang, also die jetzige Q11, im Durchschnitt, besser abschneidet, als die jetzige K12.
ich könnte noch so viel mehr zu euren nicht ganz durchdachten Thesen sagen, aber dazu bleibt mir keine Zeit, denn ich muss ja noch 5 Stunden lernen
blablabla.
naja, jeder sollte seine eigene Meinung zum G8 haben, aber ich würde mir nochmal genau überlegen gegen was ich überhaupt demonstriere, denn der Großteil der Gründe, den ihr genannt habt ist völliger Quatsch. entschulgigung, aber das ist einfach so.
viel Spaß beim streiken, fallt nicht um aufgrund von Schlafmangel, Überbeanspruchung und nicht ausreichender Ernährung.
Mal sehen, ob eure Demo was bringt, ich glaubs nicht.
Dienstag 2. Februar 2010 um 18:24
Kommt alle!! Zweifelt nicht, es wird sich auf jeden Fall was bewegen, was auch immer =)
Dienstag 2. Februar 2010 um 20:19
hey leute,
also ich bin auch in der Q11 und ich hab echt die schnauze voll!! in der klausuren zeit hab ich jeden tag locker 3-4 stunden nach(!) der schule gelernt und hab nur aufgehört wenn gar nichts mehr ging! ich hab ein pferd, also ein lebewesen für das ich verantwortlich bin und komme kaum noch dazu zu reiten. ich bin schüler und kein arbeitnehmer also will ich auch wenigstens noch etwas freizeit! auch jetzt nach den klausuren ist es nicht vorbei. die ganze lernerei hatte zum ergebnis dass ich trotzdem in den meisten klausuren schlecht bis mittelmäßig abgeschnitten hab. die zeit war wirklich viel zu knapp. einen 30 stunden tag hätte ich gebraucht echt!
zwar sind die klausuren jetzt vorbei, aber ich hab trotzdem richtig viel stress.
vor allem dieses völlig nutzlose berufsberatungs seminar! uns wurde verkündet die Q11 muss einen berufsinfo abend organisieren! wir haben ja alle sonst nichts zu tun! können auch nebenbei noch locker ewig lange berufsorientierungs bögen ausfüllen, die nichts bringen und irgendwelche schwachsinnigen BuS-Hefte.
Also ich hab echt keine lust mehr und bin froh wenn ich mein abi hab.
@ Q11Eltern: das mit dem studieren stimmt! ich werde erstmal nicht studieren nach dem abi. hab mir sogar schon überlegt lieber eine ausbildung zu machen.
Fakt ist: G8 bringt nichts und der Streik ist unser Organ nach außen! Nutzt es!!!!
Dienstag 2. Februar 2010 um 22:55
Hey ihr da!
Ich hätte noch einen weiteren Vorschlag bezüglich den Forderungen!
Ich halte es für eine unnötige Überforderung, dass wir in fünf Fächern Abitur machen müssen.
Hallo?
Im G9 haben vier Abifächer doch auch ausgereicht?
Wieso sollen wir bitte jetzt noch mit einem zusätzlichen Fach belastet werden, obwohl wir doch sowieso schon eine viel höhere Stundenzahl zu bewältigen haben??!!!!
Vielleicht weiß jemand wem ich diesen Vorschlag machen kann, dass das auch eventuell noch in diese Liste mitaufgenommen wird?
Liebe Grüße
Judy
Dienstag 2. Februar 2010 um 23:24
Hallo Leute,
es stimmt, dass das Anforderungsniveau in einigen Fächern sinkt. Das nützt aber all denen, die studieren wollen, rein gar nichts. Im Gegenteil: Es erschwert den erfolgreichen Abschluss eines Studiums enorm, weil man manches nicht gelernt hat, und nicht auf die Anforderungen an den Unis vorbereitet ist.
In anderen Fächern wiederum steigt das Anforderungsniveau bzw. werden plötzlich andere Kenntnisse verlangt. Beispielsweise die „neuen (freien) Aufgabenformen“. Letztes Schuljahr (10. Klasse) hatten wir noch einen Deutschlehrer mit der festen Überzeugung „G8 ist mir egal, ich hab mein Abi schon und geh nächstes Jahr in Rente. Ich mach G9 weiter!“
Vor dem aktuellen Schuljahr haben wir Glossen, Kommentare, Zeitungsartikel, Leserbriefe, Lexikonartikel weder geschrieben, geübt, noch wirklich gelernt, was das eigentlich ist. Plötzlich wird jetzt verlangt, dass wir eine Glosse, einen Kommentar, einen Leserbrief schreiben können. Die Lehrer standen vor 2 Alternativen:
Entweder nur kurz „wiederholen“, was wir nie gelernt haben (auch andere Klassen mit anderen Deutschlehrern nicht) und dann die Klausur schreiben, was zu schlechten Leistungen führt. Natürlich kann man ganz bewusst so korrigieren, dass die Ergebnisse deutlich besser ausfallen, als sie es eigentlich täten – G8 muss ja ein Erfolg werden!
Oder ausführlich Kommentar, Glosse, etc. behandeln und dafür die Schüler mit vielen Zusatz-Hausaufgaben belasten und mit dem aktuellen Lernstoff weit hinterherhinken, weshalb irgendwann später wieder Zeit eingespart werden muss, die die Schüler eigentlich dringend nötig hätten.
Diejenigen, die jetzt in der 7. oder 8. Klasse sind, haben wenigstens das Glück, dass sie bereits früher und ausführlicher Textsorten wie Glosse und Kommentar, Sachtextanalyse etc. behandeln. Aber für „uns“, d.h. den ersten Jahrgang bringt das nichts mehr. Und nicht einmal jetzt wissen die Herren Bildungspolitiker und –Experten, welche Aufgaben sie eigentlich im Abitur stellen wollen, geschweige denn wie schwierig oder einfach! Vorübergehend gab es wenigstens einige „Musteraufgaben“ online, die aber jetzt als „zu schwer“ oder „nicht angemessen“ entfernt wurden, um weiter zu experimentieren. Dabei sind diese „Experten“ mit dem Niveau und Inhalt der Abituraufgaben, die sie (aktueller Stand) in den kommenden Monaten festlegen wollen, ja noch relativ früh dran. Dass G8 eingeführt wird, wurde uns erst mitgeteilt, als wir in der 6. Klasse waren, nicht in der 5.! Dass die Lehrpläne noch nicht ganz fertig waren (und auch weiterhin immer erst kurz vor Beginn des jeweiligen Schuljahres), störte scheinbar keinen der Verantwortlichen.
Wie auch? Sie wissen zum Teil sowieso nicht, von was sie eigentlich reden. Der Direktor meiner Schule war erst kürzlich auf einem Treffen der Leute eingeladen, die an den Abi-Aufgaben rumbasteln. Als er sie fragte, was eine Glosse sei, blickten ihn eine ganze Reihe von „Experten“ an, die es ihm NICHT sagen konnten. Wie, bitteschön, sollen diese Leute ermessen können, ob eine Glosse schwierig oder leicht zu schreiben ist?
Damit nicht genug, die selben Herren, die die Einführung „neuer Aufgabenformen“ verordneten, meinten auch, dass es nötig sei, diese Einführung auf alle Fächer auszuweiten. Aufgabe aus einem Geschichtsbuch: „Schreiben sie einen Zeitungsartikel für die Lokalzeitung zu [Thema]!“ Aufgabe (die 30% Note bestimmte) aus einer Religionsklausur: „Schreiben sie einen Leserbrief über [Thema]!“ Sozialkunde: „Schreiben sie einen Kommentar zu [Thema].“
Wenn man etwas nicht gelernt hat, kann man es auch in anderen Fächern NICHT anwenden. Trotzdem wird es verlangt – und zwar gänzlich ohne Wiederholung oder Vorbereitung. Außerdem: Wie soll ein Religions-, Geschichts- oder Wirtschafts-Lehrer bewerten können, ob ein Kommentar gut geschrieben ist? Bauchgefühl?
Unser Latein-Kurs übersetzt und arbeitet qualitativ und quantitativ auf Leistungskurs-Niveau (Wir haben alle Texte übersetzt, die im Leistungskurs-Lehrplan stehen, obwohl unsere Lehrerin schon mehrere Wochen nicht da war.) Nur, dass der LK Latein dafür mehr Stunden pro Woche Zeit hat.
Klassengröße 30 Schüler? Bei uns letztes Jahr die durchschnittliche Klassengröße, kein „Extrembeispiel“- halt, nein, es waren ja nur lächerliche 29! Zum Lehrermangel: Zitat eines Lehrers „Ja, wenn ihr weg seid, und die letzten G9-Jahrgänge auch, dann haben wir ja wieder weniger Schüler!“ Achso, unser Jahrgang und die G9-Schüler sind ja unwichtig! Und das Geld für mehr Lehrkräfte ist ja auch in dubiosen Bankgeschäften besser angelegt. Oder sonst wo. Deutschland hat nicht viele Bodenschätze. Deutschland hat Bildung – Noch. Tendenz sinkend.
G8 in anderen Bundesländern? Erstens wurde es dort nicht derart überstürzt eingeführt, zweitens gilt/galt bisher das bayrische Abitur als deutlich besser. Aber im Zuge der großen Gleichmachung muss ja das Bildungsniveau in Bayern an den deutschlandweiten Durchschnitt angeglichen werden, langsam aber sicher (ist bereits seit längerem der Fall).
Dieses Jahr haben wir keine Klassen. Also auch keine Klassenzimmer, wo wir uns aufhalten oder unsere Sachen mal aufbewahren können. Kollegstufenzimmer? Klar, für die Kollegstufe! Für die Q11 war leider kein Raum mehr frei. Wo bitteschön sollen wir uns aufhalten, wenn wir eine „Freistunde“ haben? Im McDonalds gegenüber? Da herrscht bestimmt eine tolle Lernatmosphäre. Oder doch lieber zu den 50 anderen in das Kollegstufenzimmer setzen, ein Raum der kleiner ist als manche Klassenzimmer? Auf solche Freistunden, in denen ich sowieso nichts für die Schule tun kann, verzichte ich gern. Gut, regulär habe ich vormittags sowieso keine, sondern immer bis 12:50 Unterricht; dazu kommen 3x Nachmittag, davon 2x durchgehend bis 16:30. Insgesamt sind das für mich 39 Unterrichtsstunden. Nicht eingerechnet: die 2 „Freistunden“ Montag Nachmittag, wenn sowieso kein Bus geht. Dienstag und Mittwoch dann jeweils, wie bereits erwähnt, durchgehend bis 16:30. Ich will ja nicht soweit gehen, und auch die Mittagspause oder Bus-Warte- und Fahrtzeiten vollständig zum Stundenpensum zählen, aber Fakt ist: Wenn ich um 17:10 nach Hause komme, nach heute 11, gestern 11, vorgestern 10 Unterrichtsstunden, kann ich mich nicht mehr auf den nächsten Aufsatz oder andere Hausaufgaben konzentrieren, Vorbereitung auf den nächsten Tag fällt dann auch eher spärlich aus. Falls dann Klausuren, Referate oder andere wichtige Angelegenheiten bevorstehen, kann es durchaus öfter vorkommen, dass ich deutlich nach 20 Uhr noch „schulische Dinge“ erledige.
Freizeitaktivitäten, Sport, Fahrschule oder anderes kommt noch erschwerend dazu. Oder halt auch nicht. Schlimm, wir Jugendlichen, wir treiben viel zu wenig Sport! Ja wann denn noch, und wie, wenn wir schon davor erschöpft sind? Schüler sind keine Maschinen, die man reparieren oder ersetzen kann, wenn sie kaputt sind. Für was leben wir eigentlich noch? Es gab einmal den Spruch „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“ Das Leben danach, ja, wenn die Studiengebühren nicht noch steigen – mit der HGAA so viel Geld zu verlieren, war schließlich nicht minder schwer als teuer.
Das Wochenende dient dann dazu, erst mal bis 13:00 durchzuschlafen und anschließend das abzuarbeiten, was während der Schulwoche liegengeblieben ist. Und ein halbwegs gelungener Deutsch-Aufsatz mit 500 Wörtern und mehr, der schreibt sich nicht von alleine. 2 Stunden sind dafür durchaus einzuplanen.
Gut, es kommt vor, dass ich am Wochenende mal einen Tag lang nichts für die Schule erledige. Aber dieses Jahr (2010) jedenfalls noch nicht.
Nur gut, dass manche Schnitte nachträglich „nach oben“ korrigiert werden, weil das G8 ja ein Erfolg werden muss. Dass uns in Englisch 1 Jahr Textarbeit fehlt, konnte man ja auch nicht vorher wissen, nur weil wir 1 Jahr weniger hatten, bevor wir in die neue Oberstufe kamen. Das ist aber nicht nur in Englisch so. Vielmehr zeigt sich in vielen Fächern, dass die Schüler 1. keine Übergangsphase zwischen „einfach abschreiben, was der Lehrer an die Tafel schreibt“, „was ich mache, ist nächstes Jahr egal“ und „selbstständig alles mitschreiben, Unbekanntes daheim im Internet nachschlagen“, „was ich mache, steht im Abitur!“ haben und 2. auch die geistige Reife teilweise noch nicht so sehr besitzen – und das nicht nur in der Oberstufe, sondern auch quer durch die Mittelstufe des G8.
Kürzere Lehrpläne? Ja, weil nur allgemeine, unklare Formulierungen verwendet werden und (z.B. in Latein) konkrete Beispiele, Textstellen und Texte nicht aufgeführt werden. Eine Textzusammenfassung ist üblicherweise einfach kürzer als der Ausgangstext.
Und „weniger Stoff“ hieß es schon mal, bei der Einführung des G8. und dem Erscheinen der neuen Lehrbücher. Tatsache war: Kürzung minimal, dafür kleinere Schriftgröße(wirklich!), dichter-komprimierte aufgaben etc. Eine Mogelpackung also.
Auch oft angeführt wird ja „Klausuren zählen jetzt nicht mehr doppelt!“. Stimmt, und für Schüler, die im „Schriftlichen“ schlecht sind, ist das gut. Nur gibt es auch Schüler, die im mündlichen schlechter sind, oder einfach ruhiger sind und sich nicht so oft melden. Für die ist das schlecht. Und einige K12-Schüler haben mir kürzlich erst bestätigt, dass es für eine gute Note im G9 oftmals reichte, einmal für die Klausur zu lernen – Klausur 12 Punkte heißt insgesamt mindestens 8 Punkte (glatter 3er), auch wenn man 50% der Stunden nicht mal anwesend war und „mündlich“ auf 0 Punkten stand. Wenn man mündlich 1 Punkt hatte, reichten sogar 11 Punkte in der Klausur für 8 Punkte im Zeugnis.
Dass Klausuren nicht immer leicht sind, ist klar. Nur, wer das restliche Jahr nicht mal anwesend sein muss, hat man ja viel Zeit zum Lernen. Anderes Argument „Bevor mündlicher Durchschnitt mit der Klausurnote verrechnet wird, wird der mündl. Durchschnitt (auf)gerundet!“ – 1. Galt das für die Kollegstufe auch. 2. Sollte das, bis vor wenigen Wochen, für uns NICHT gelten. Schuld ist ein „Softwarefehler“, der eine andere Berechnung nicht zulässt. Dieser Fehler sollte eigentlich relativ leicht zu korrigieren sein – man hatte schließlich mehr als genug Zeit dafür. Nur muss das G8 ja ein Erfolg werden… Und damit wir uns nicht falsch verstehen: Im nächsten Semester soll die Regelung mit der Durchschnitts(auf)rundung für uns natürlich wieder nicht mehr gelten.
Propaganda des Kultusministeriums führte lange zur Verharmlosung der zahlreichen Probleme und Ungereimtheiten beim G8. Damit muss endlich Schluss sein! Und mit der „Versuchskaninchen-Wenns-daneben-geht-macht’s-auch-nichts-Mentalität“ auch!
BUS (Berufs- und Studienorientierung): Chaos pur! Nachher ist man so schlau wie vorher. Die Idee an sich ist ja nicht schlecht, aber die Umsetzung. Es bringt nichts, sich IRGENDWAS anzuhören, dazu Texte zu bekommen, die aussehen, wie eilig von allen möglichen Internetseiten und Broschüren zusammenkopiert, wenn derjenige, der informieren und beraten soll, sich nicht auskennt bei dem was er tut, und nicht eingeht auf die Interessen derjenigen, die er beraten soll.
Ich will nicht verallgemeinern, es gibt bestimmt auch Fälle von guter, gelungener „BUS“, nur sind das teilweise Einzelfälle.
Und auch wenn es Klausuren-Stress auch im G9 gab, sind die Klausuren in Q11/1 sehr dicht gepackt, und mit 39 Wochenstunden anstelle von 30 hat man definitiv 9 Stunden wöchentlich weniger Zeit, um für Klausuren zu lernen. Dass ausgerechnet in der selben Zeit 90% aller Referate gehalten werden sollen, während nach Weihnachten fast nichts mehr an Referaten kam, ist einfach ärgerlich, schädlich und vollkommen unlogisch. Besonders lustig wird es aber erst, wenn dann noch manche Lehrer sagen, sie schreiben morgen keine Ex, wir müssen nicht lernen, und dann schreiben sie doch eine (kein Einzelfall). Dabei wäre das doch vollkommen unnötig: Entweder man kündigt es an, nennt es „Test“ und schon ist es zulässig. Oder man legt sich einfach nicht fest.
„Burn-Out-Syndrom“ hört sich vielleicht exotisch an. Aber Dauerstress führt mitunter einfach dazu.
„Mehr lernen für bessere Noten, statt streiken!“ – Der Termin ist der 12.2. Das bedeutet: es wird kein Stoff mehr gemacht! Wenn kein Stoff gemacht wird, kann man auch keinen mehr verpassen. Und bei Notenschluss sollte Menge an noch ausstehenden Referaten oder Exen – Verzeihung, neuerdings „kleineren schriftlichen Leistungsnachweisen“ (noch so eine tolle neue Idee des KMs) – nicht mehr sehr groß sein.
Wenn ich noch erwähnen darf, dass ich erstens relativ kurze Fahrtzeiten habe und zweitens ein eher guter Schüler bin, der verhältnismäßig wenig lernen muss, und dadurch nicht ganz so viel Stress habe, wie viele andere, kann man sich vielleicht ausrechnen, dass diejenigen Schüler, die nicht ganz so gut sind, noch mehr Probleme haben, mit dem G8 zurechtzukommen.
Man sollte jetzt über das Ziel hinausschießen mit manchen Forderungen, sondern lieber versuchen, (wie „Schüler“ am 20.1. bereits schrieb) die wichtigen Argumente und Begründungen noch konkreter und überzeugender zu formulieren, damit klar ersichtlich wird, warum und wofür/wogegen wir genau streiken. Denn nur dann werden KuMi & Co entsprechend reagieren (hoffentlich!).
Mit freundlichen Grüßen
weini
[Für etwaiges Eigenlob und/oder eventuell auftretende Schachtelsätze möchte ich gern um Entschuldigung bitten. Aber ich habe leider keine Zeit, diesen (ziemlich langen) Text noch einmal komplett durchzugehen, da ich sowieso schon hundemüde bin. Aber ich hoffe, ich konnte euch einen weiteren Einblick in die Perspektive eines Schülers geben. Und: kommt zum Streik!]
Mittwoch 3. Februar 2010 um 19:49
Hallo Ihr!
Ich habe jetzt die ganzen Kommentare vor mir gelesen und kann beide Seiten verstehen.
Nun möchte ich etwas zu einzelnen Thesen der verschiedenen Schreiber anmerken:
1. Einer schrieb, dass die K12 nicht unsere Konkurrenz ist, weil die sich ja fürs Sommersemester schon bewerben und wir uns erst fürs Wintersemester. Das mag in einige Studienfächern ja auch zutreffen, aber es gibt nun mal viele Studiengänge, die an den meisten Unis nur zum Wintersemester losgehen – und genau dort ist dann die K12 schon unsere direkte Konkurrenz.
2. Die 60 Stunden sind eine Zahl, die hier viel diskutiert wurden. Klar, in manchen Wochen stimmt das, in manchen nicht, aber dennoch ist die Zeit, die wir für die Schule auffwenden, einfach zu hoch. Ich bin nicht faul – im Gegenteil – aber ich habe an vier Tagen die Woche Nachmittagsunterricht und gehe fünf mal die Woche arbeiten, um mir mein Studium irgendwie finanzieren zu können. Wenn ich abends nach Hause komme, dann habe ich noch keine Hausaufgaben gemacht und noch nicht gelernt. Also habe ich im Prinzip zwei Möglichkeiten: a) Ich setzte mich 3 Stunden hin, um mich wirklich auf alle Fächer in dem Maße vorzbereiten, in dem die Lehrer es für nötig halten. b) Ich gehe ins Bett, schlafe und riskiere eine schlechte Note.
Meistens wähle ich einen Mittelweg zwischen beidem, aber in diesem Schuljahr habe ich z.B. noch kein einziges Mal eine Hausaufgabe für Mathe gemacht, weil ich einfach nicht die Zeit dazu finde. Das ist doof, denn ich bin in Mathe eigentlich begabt, aber finde nicht die Zeit mich genügend darauf vorzubereiten und bleibe in den Tests somit hinter meinen Möglichkeiten.
3. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber wir machen dauernd irgendwelche Ausflüge. Generell habe ich ja nichts gegen Ausflüge, aber die meisten von ihnen sind wirklich sinnlos, teuer und kosten uns Stunden in den Fächern, in denen wir es am Dringendsten nötig hätten Stoff aufzuholen.
4. Die Kosten für die Q11 sind zu hoch. Ich habe dieses Schuljahr bereits über 400 Euro ausgegeben (allein 50 Euro für Arbeitsbücher in Englisch, die wir nie brauchen!) und ich frage mich dann immer, wie das Familie machen, die mehr als ein Kind haben. Deswegen sollte die finanzielle Entlastung der Schüler auch ein Punkt unserer Forderungen werden.
5. Nun muss ich mal ein Lob aussprechen, denn ich muss sagen, dass sich unsere Oberstufenkoordinatorin echt rührend um uns kümmert. Sie hat sämtliche Informationsbücher, die es zum Thema neue Oberstufe gab, verschlungen und kann uns auf wirklich jede Frage eine Antwort geben.
So, das war es von mir.
Liebe Grüße,
Caro
Mittwoch 3. Februar 2010 um 19:53
@ DEMOGEGNER! : schön, dass du so entspannt durch dein leben gehen kannst, aber wunderst dich nicht, dass deine “Q11- kollegen” wirklich ein problem mit g8 haben, vielleicht musst du nichts für die schule lernen, aber im normalfall ist das mal eben nicht so!!!
okay, ich lern vielleicht auch nicht bis spät in die nacht, aber auch nur deswegen, weil ich das nicht einsehe… und mir reichen ehrlich gesagt auch schon 2-3 stunden lernen. ich bin einfach müde und will eigentlich meine ruhe, wenn ich bis zur 10. stunde schule hab(und ich hab 3 mal in der woche bis zur 10.)
und ich weiß nicht, was du für nen stundenplan hast, aber 8-10 stunden fallen für nächstes jahr ganz sicher nicht weg!
ich bleib dabei, geht streiken bzw demonstrieren, weil die momentane lage echt einfach nur scheiße ist und wir JETZT jung sind und vielleicht auch noch das machen wollen, was ein jugendlicher macht und nicht immer nur wie ein roboter oder ne maschine am schreibtisch oder in der schule sitzen und lernen, lernen und lernen
Mittwoch 3. Februar 2010 um 21:08
Zunächst Hut ab vor Eurer Initiative und der Organisation! Ich finde es gut, dass Ihr selber für Eure Interessen eintretet. Gut finde ich auch, dass es jetzt eine eigene Rubrik “K12″ gibt. Euer eigentliches Problem ist, dass nach all den Anstrengungen 2011 das Boot überfüllt sein wird. Und zwar für Q11 u n d K12! Lasst Euch nicht gegeneinander ausspielen. Gegner von Q11 ist nicht K12 und Gegner von K12 ist nicht Q11, sondern unsere Gegner sind Kultus- und Wissenschaftsministerium, die nicht in der Lage sind, den durch die “Reform” künstlich geschaffenen Doppeljahrgang mit genügend Studienplätzen zu versorgen. Bindet alle Schüler und gerade auch K12 in Euere Aktion ein. Ziel muss sein, dass jeder bayerische Abiturient 2011 die selben Chancen hat, die selben Chancen wie seine Vorgänger 2009 oder 2010 und die selben Chancen wie die Abiturienten aus Hamburg, Düsseldorf oder Erfurt.
Mittwoch 3. Februar 2010 um 21:21
@olli:
deine 6,66% sind ja schön und gut, aber das ist ja nicht alles: das kumi will alle kurse auf grundkursniveau haben, aber auch die grundkursler durften das wählen…außerdem gab es im g9 auch nicht so harte allgemeinbeschränkungen in fächerzweigen (sprache, volkswissenschaftlich usw) und außerdem sind viele der lehrer, die ich kenne, der meinung, dass (natürlich nur in ihrem fach, aber dass die kommunikation zwischen lehrern nicht funktioniert, wissen ja alle, die in bayern zur schule gegangen sind;)) eine 3 eine gute note ist, was bedeutet, wenn man die pflichtfächer nicht kann und dann nur in 2 fächern wirklich gut ist, ansonsten aber durchschnitt, kommt man ganz leicht auf einen abischnitt von 3,was-weiß-ich und damit hat sich das mit dem studium, obwohl man vielleicht im entsprechenden fach top wäre…und das im endeffekt nur, weil man zb kurvendiskussionen in mathe nicht verstanden hat…und, hier kann ich mich biba nur anschließen, es bringt rein gar nichts, ein tolles abi in allen fächern zu haben, wenn man eigentlich später nicht das “vakuum ethischer grundsatzreflexion” oder “tausend tolle interpretationsansätze zum ausschlachten auf 10 seiten für ein 5zeiliges gedicht von goethe” können muss, sondern einfach umlernen (dh schnelles lernen in selbsterarbeitung) oder flexibilität oder ähnliches braucht…
Mittwoch 3. Februar 2010 um 22:31
also:… ich will mich mal versuchen kurzzufassen (im gegensatz zu weini
)
das g8 hat bestimmt negative seiten, ABER auch positive, die man NICHT bestreiten KANN!:
-mündlich schriftlich 1:!
-1 Jahr kürzeres Bildungssystem –> bessere Chancen auf dem Internationalen Arbeitsmarkt.
ein wichtiger Punkt, der meiner Meinung hier total zu unrecht in den Dreck gezogen wurde, sind die geringeren Kosten!!! Es muss in unserem ALLEM interesse sein, das der Staat nun endlihc versucht geld zu sparen und schulden zu senken, dies muss leider auch teilweise im bildungssektor passieren.
ein weiterer Punkt der mir bei den Kommentaren oft auffält, ist die offensichtliche Verwöhnung der Bayerischen/deutschen Schüler. JA wir müssen 3-4 Stunden nach der Schule lernen und JA vielleicht auch einen oder selten beide Wochenendtage, aber auch wenn es sich sehr oberlehrerhaft anhört, WER ETWAS ERREICHEN WILL;MUSS AUCH BEREIT SEIN ETWAS DAFÜR ZU LEISTEN! das gymnasium ist für die elite der bildung gedacht, und wer mit diesen anforderungen nicht zurechtkommt, ist für mich eben NICHT dafür GEEIGNET! das es diesen druck im g9 nicht gab ist auch mit ein grund für die vielen Studienabbrecher. Ich würde das Gymnasium vergleichen mit einem Unternehmer, der hohe Umsätze erzielen kann, aber dafür auch meist 10 oder 11 Stunden am Tag arbeiten muss.
NEHMT EUCH AN DIESEN LEUTEN EIN BEISPIEL!!!
ich denke aber auch das die durchführung hätte besser sein können, und mehr lehrer bestimmt nicht schlecht wären
lg
Mittwoch 3. Februar 2010 um 23:32
Hut ab vor Eurer Aktion und der Organisation. Ich finde es gut, dass Ihr Euere Angelegenheit selber in die Hand nehmt. Auch finde ich es sehr gut, dass Ihr jetzt einen eigenen Hinweis für K 12 gegeben habt. Euer eigentliches Problem ist doch, dass nach all den Anstrengungen am Ende das Boot 2011 überfüllt ist und es nicht genügend Studienplätze für Euch gibt. Davon sind Q 11 u n d K 12 in identischer weise betroffen. Die Gegner von Q 11 sitzen nicht in K 12 und die Gegner von K 12 sitzen nicht in Q 11, sondern unsere Gegner sind derzeit leider noch Kultus- und Wissenschaftsministerium. Durch die “Reform” gibt es nicht genügend Studienplätze im Doppeljahrgang. Dafür müssen wir uns gemeinsam einsetzen. Der Doppeljahrgang muss die selben Chancen haben wie die Jahrgänge 2009 oder 2010 oder wie die Abiturienten aus Hamburg, Köln oder Berlin.
Donnerstag 4. Februar 2010 um 08:09
@pro+contra
Nur weil es gebetsmühlenartig wiedergekäut wird, wird es nicht richtiger: wer sagt denn, dass man auf dem internationalen Arbeitsmarkt bessere Chancen hat, nur weil man ein Jahr früher Abitur macht?
1. Konkurrieren nicht die Schulabgänger miteinander
2. Werden viele nach dem G8-Wahnsinn erst einmal nicht anfangen zu studieren
3. Ist in den meisten Ländern das Abitur oder ein vergleichbarer Abschluss anders als in Deutschland nicht die Eintrittskarte zur Uni, sondern es müssen Hochschuleingangsprüfungen gemacht werden, auf die die Schulabgänger dann erst einmal ein Jahr lang lernen müssen
4. blühen uns die bei einer weiteren Entwertung des bayerischen Abiturs auch.
5. ist ja auch die Studiendauer verkürzt und das Einschulungsalter gesenkt worden, in typisch deutsche Gründlichkeit ist an allen Stellschrauben gedreht worden, sodass wir vielleicht bald die jüngsten Studienabgänger der Welt haben werden: Mit fünf in die Schule mit 17 Abitur mit 20 oder 21 Bachelor aber keine Ahnung vom Leben. Ich würde so jemanden nicht einstellen!
Mit Sicherheit war auch das G9 reformbedürftig, z.B. hätte man mit mehr Zeit die Berurfsorientierung dort unterbringen können, was sicher dringend notwendig gewesen wäre. Mit Sicherheit gab es im G9 Leerlauf, und mit Sicherheit hätte man die Schüler dort etwas mehr belasten können. Aber anstatt in einer Kahlschlagaktion ein an sich bewährtes System einfach um ein Jahr zu kürzen und dann mal schauen was dabei rauskommt, wäre eine innere Reform des Gymnasiums notwendig gewesen.
Und noch etwas: JUGENDLICHE SIND KEINE UNTERNEHMER!!! Das ist genau die falsche Denke, die schließlich zum G8 geführt hat. Alles wird wirtschaftlichen Gesichtspunkten und der maximalen Effizienz untergeordnet. Alles muss schneller gehen, man muss Zeit sparen um früher dem Erwerbsleben (bis 67) zur Verfügung zu stehen Komischerweise muss ich in letzter Zeit immer öfter an Michael Endes Roman Momo und die grauen Herren von der Zeitsparkasse denken…
Donnerstag 4. Februar 2010 um 09:37
Angesichts der Fragen, Zivilisationsproblemen,
Wertefindungen mit denen sich die jetzige
Schülergeneration mit tickender Uhr auseinander-
setzen muss,um letztendlich in nicht allzu
weiter Ferne etwas für die Menschheit zu tun,
muss die Bildung essentieller werden. Sie setzt
schulisch viel zu spät an (siehe Gedümpel Grund-
schule u.folg.Klassen),ist viel zu passiv, gibt
immer wieder Anlass zu Mißverständnissen,weil
Kinder mit “Schulaugen”gesehen werden, hat zuviel weiche Brötchen statt Schnitzel.
Von nix kommt nix.Kinderzeit ist auch Lernzeit.
Wann sonst? Wissen und Bewusstsein, aber wirk-
lich aktuell und zukunftsorientiert, sonst ist
die Schule Zeitverschwendung und der Burnout
wird genährt und wir züchten uns nur Konsumen-
ten !
Ich denke Kinder/Jugendliche spüren das und
brauchen lebensnahe Führung. Wir verschwenden
und missbrauchen das Potential und die Lebens-
zeit unserer Nachkommen!!!
Schon deshalb sind wir verdammt nochmal ver-
pflichtet, etwas zu tun.
Donnerstag 4. Februar 2010 um 15:44
@Pro+contra:
Also, das 1-zu-1-Verhältnis mündlich/schriftlich hat durchaus zwei Seiten (wie oben bereits erwähnt).
Und wieso werden deine Chancen am Arbeitsmarkt besser? Erstens wollen viele Arbeitgeber Leute einstellen, die schon ein bisschen „Lebenserfahrung“ haben. 1 Jahr jünger heißt 1 Jahr weniger Lebenserfahrung. Hört sich vielleicht überzogen an, aber es gibt durchaus einige Arbeitgeber, die so denken.
Und es ist wichtiger, was ich gelernt habe und was davon ich anwenden kann auf die Aufgabenstellungen im jeweiligen Beruf, als ob ich mich mit 19 oder 20 Jahren irgendwo bewerbe. Wer 1 Jahr weniger Zeit zum Lernen und Üben hatte, der kann als Folge davon bestimmt nicht alles besser. Darüber hinaus sollen wir auch deshalb früher auf den Arbeitsmarkt, um 1 Jahr früher Geld zu verdienen und Steuern zu zahlen, ohne dafür eher in Rente zu können.
Anstatt irgendetwas nachzuplappern, was das Kultusministerium als Propaganda benutzt, solltest du versuchen, das zu begründen, was du behauptest.
Und es ist definitiv nicht richtig, bei der Bildung zu „sparen“: Denn die Summen, die der bayerische Staat irgendwo verschwendet oder verzockt, könnten im Bildungswesen wesentlich sinnvoller eingesetzt werden. Und überlegt mal, wie viele Lehrer man wie lange bezahlen kann, bis man 3,8 Milliarden ausgegeben hat. Die bayerische Landesbank, in deren Aufsichtsrat Politiker sitzen, die nicht wirklich viel für die dortigen Gehälter tun, und jetzt sagen „wir hatten keine Ahnung!“ – obwohl sie genau dort sitzen, wo sie Ahnung haben sollen, um eben die Bank zu beaufsichtigen, haben 3,8 Milliarden für NICHTS ausgegeben, nur mal so nebenbei.
Es ist also eine Frechheit, dann zu sagen „der Staat muss sparen!“. Und wovon soll Deutschland in Zukunft leben? Von seinen Bodenschätzen? (so gut wie) keine da. Also muss Deutschland anderes verkaufen, zum Beispiel innovative neue Produkte. Und wer erfindet die? Diejenigen, die als Versuchskaninchen „geopfert“ wurden?
„Wer etwas erreichen will, muss auch dazu bereit sein, etwas dafür zu leisten.“ Natürlich. Aber wollen wir mehr erreichen, als alle Schüler des G9 vor uns? Nein, nur genauso viel. Trotzdem sollen wir mehr dafür tun, was durchaus nicht ganz gerecht ist.
Und wenn ein Mädchen in der 6. Klasse täglich bis um 18-19 Uhr an seinen Hausaufgaben hockt, und den andern Kindern, die zu dieser Uhrzeit schon seit 3 Stunden draußen spielen, nur durchs Fenster zusehen kann, ist das gerecht? Muss das denn wirklich sein? Abgesehen davon gehen Gymnasiasten 2-3 Jahre länger zur Schule als Real- und Hauptschüler. Anschließend studieren viele Gymnasiasten noch Jahre, bevor sie endlich wirklich Geld verdienen (von kleineren Jobs, um sich finanziell über Wasser zu halten, mal abgesehen). Man könnte also durchaus sagen, dass auch die G9-Schüler etwas dafür leisten, um Erfolg zu haben.
Außerdem wird mangelndes Interesse an Politik, sozialen Angelegenheiten etc. bei den Jugendlichen bemängelt. Das kann man aber nicht dadurch ändern, indem man den Jugendlichen die Zeit dafür nimmt, sich mit irgendetwas anderem auseinanderzusetzen, als den Hausaufgaben.
Und wenn du dich „Pro+Contra“ nennst, um den Anschein zu erwecken, neutral zu sein, dann solltest du nicht zur Pro-G8-Seite über 210 Wörter und zur Contra-G8-Seite nur 5 Wörter schreiben.
Zum „sich kurzfassen“: Es dauert einfach seine Zeit (+Worte), sich mit einem Thema auseinanderzusetzen. Wenn ich mir diese Zeit (+Worte) nicht nehme, dann kann ich auch nicht behaupten, dass meine Meinung richtig ist. (Natürlich heißt ein längerer Text nicht automatisch, dass er richtig ist. Nur KANN ein zu kurzer unter Umständen gar nicht richtig sein.)
@demogegner: Man sieht, du hast dich nicht richtig informiert. Wenn jeder schon Jahre im Voraus weiß, dass das erste G8-Abitur extra-einfach gemacht wird, kann man nicht erwarten, dass dies weder Unis, noch Arbeitgeber mitbekommen. Und ein einfacheres Abi bedeutet kein einfacheres Studium.
@wütende: An die grauen Herren dachte ich auch erst kürzlich.
Donnerstag 4. Februar 2010 um 22:28
Was ist das für eine Demokratie bei der der Schuldirektor in einer Durchsage darauf hinweist, dass Teilnehmer der DEMO einen Verweis erhalten?
Donnerstag 4. Februar 2010 um 22:34
P.S.: DAS IST DIE MATHEMATIK DER POLITIK.
1. Jugendliche früher in der Arbeitsprozess.
2. Arbeiten bis 67 oder möglichst länger.
3. und die Arbeit wird immer weniger.
… und die Volksverdummung mittels FACEBOOK nimmt ihren Lauf, um davon abzulenken, dass es Politikern ausschließlich um Aktionismus im Hinblick auf die nächsten Wahlen geht, denn der eigene Sessel ist der wichtigste.
… und Frau Hohlmeier schickt ihr Kinder auf die Montesori-Schule ! BRAVO DEUTSCHLAND
Freitag 5. Februar 2010 um 15:44
ich bin auch Q11 Schülerin und gerade dabei den Streik mitzuorganisieren (in Kempten)… Ich habe das Gefühl, dass uns unsere Lehrer und Oberstufenkoordinatoren doch sehr gut entgegenkommen. nur unsere Schulleitung geht mir gehörig auf die Nerven.
Das Kultusministerium hat ja inzwischen gehandelt, und diesen 7 Seiten Brief rausgeschickt, indem es uns ja durchaus entgegenzukommen scheint, wenn das ganze dann auch so umgesetzt wird (das mit dem studenreduzieren isch zwar schwachsinn, aber sonst sind ja immerhin verbesserungen zu sehen)… Wir demonstrieren also dafür, dass nicht nur geredet wird, sondern auch Taten erfolgen! Aber mir stellt sich die Frage, was können wir darüberhinaus noch konkret für diesen Q11 Jahrgang machen? Was kann man an unserer Situation verbesseren, was nicht schon gemacht wurde? Es sollten ja doch realistische Forderungen sein… Und ich muss sagen, da ich selbst nicht so große Probleme habe wie viele andere, gehen mir die Ideen aus! Ich bin durchaus bereit beim Streik mitzumachen, aber ich finde, die Forderungen sollten klar und deutlich sein. Langfirstig gesehen können wir zumindest einen Anstoß geben, aber wie siehts denn Kurzfristig mit der Q11 aus???
Freitag 5. Februar 2010 um 17:08
Ich finde diese ganze Aktion klasse!
Endlich findet man welche, denen es genauso geht und die nicht nur rumsitzen und jammern, wie scheiße das G8 ist, sondern die auch wirklich dafür etwas tun! Ich selbst habe Montags & Dienstags bis 16.50 Schule, Donnerstags bis 15.20…Hinzu kommen noch Fahrschultermine, sonsitge Sachen und dergleichen..Hoffentlich findet die Demo in Nürnberg statt!
Und noch was…Hab ich ja oben schon angesprochen..Die, die nur am rumjammern sind und dann mit der Ausrede kommen “Ach ne ich geh nich auf so ne Kinderkacke wie diese Demo”..Solchen Leuten gehört in den Arsch getreten..Davon gibts bei mir an der Schule zu viel..Was soll schon passieren? >>Man hat die Möglichkeit, am Bildungssystem vllt. etwas zu bewirken,; Bestrafungen durch das Direktorat wären mir da egal..Dann versäum ich halt die paar Schulstunden, bekomm mein Zeugnis halt nicht am Freitag, krieg evtl nen Verweis der so und so fürn Arsch ist, aber wenigstens hab ich was getan!
Freitag 5. Februar 2010 um 17:54
hallo erst mal,
ich will mich erst mal vorstellen, mein name ist rüdiger und ich bin ein Schüler eines Gymnasiums. Mein Problem: Ich sehe meinen Vater nicht mehr, weil er nur noch korrigieren muss.Gestern habe ich ihn erwischt, wie er heimlich geweint hat. Ich habe auch die befürchtung, dass auch im Ehebett nichts mehr läuft( bedingt durch den Stress). Es ist oftmals auch sehr schwierig für mich mit meinen Vater über seine Probleme zu reden. Er lässt mich nicht mehr ins BEtt, wenn ich in der Nacht Angst habe, wahrscheinlich wegen den neuen Anforderungen des G8.
ciaciao Rüdigerli
Freitag 5. Februar 2010 um 20:26
Pro&contra ist Satire, gell? Das ist ausbaufähig
Wie und wo kann der Staat denn noch an Kindern sparen? Warum sparen wir den Nachwuchs nicht gleich insgesamt ein?
Freitag 5. Februar 2010 um 20:28
Überm Lesen der Kommentare hab ich’s fast vergessen: Eure Forderungen haben Hand und Fuß! Offensichtlich doch noch nicht flächendeckend “Generation Doof”, das macht Hoffnung!
Sonntag 7. Februar 2010 um 12:33
Meine These:
Wir brauchen sowohl ein G8 als auch ein G9!
Ich denke, dass es an der Zeit ist, nicht nur zu reden, sondern zu handeln, nicht mehr zu streiten, sondern gemeinsam nach sinnvollen Lösungen zu suchen, denn eigentlich wollen doch alle, Schüler, Lehrer. Eltern und Politiker, dass Kinder und Jugendliche eine gute Ausbildung für eine lebenswerte Zukunft erhalten.
Wer jetzt denkt, aha, das sind doch auch wieder nur schöne Worte, irrt: Es geht um euch, die Kinder und Jugendlichen, die unter der Last des G8 stöhnen, und mit Recht, wie ich tagtäglich sowohl als betroffene Lehrerin, aber noch mehr als Mutter mehrerer schulpflichtiger Kinder selbst ständig erfahre.
Es geht aber auch um eine gute Ausbildung, die unter der Turbo-Offensive des G8 erheblich leidet.
Daher ist es unumgänglich:
Wir brauchen sowohl ein G8 als auch ein G9!
Wie das gehen soll? Ganz einfach…
So etwas ähnliches gab es nämlich an bayerischen Gymnasien schon einmal – Schulen mit einer Wahlfreiheit – damals hieß es Kurz- und Langform – und war organisatorisch durchaus zu stemmen!
Was spräche dagegen:
- Die Eltern besprechen zusammen mit ihren Kindern, was sie gemeinsam für das beste zum Wohl ihres Kindes halten,
einen 8-jährigen Schulbesuch mit der Option eines dichteren Lernstoffs
oder einen einen 9-jährigen Schulbesuch mit der Option von weniger Nachmittagsunterricht und etwas weniger Stofffülle, da der Lehrplan hier ja nur in neun Jahren erfüllt werden muss.
- Sie melden ihr Kind mit dieser Festlegung am Gymnasium an und die Schule bildet, ähnlich wie bei der Zweigwahl je nach den Wünschen der Eltern die entsprechenden Klassen.
- Bei Problemen mit der Klassenbildung könnten ähnlich wie auch heute schon bei der Kurswahl der Oberstufe Kooperationen mit benachbarten Gymnasien gebildet werden oder die Eltern bekommen die Alternative, ihr Kind in einem nahe gelegenen anderen Gymnasium mit dem entsprechenden gewünschten Angebot anzumelden. Wer würde dies nicht gerne in Kauf nehmen?
- Der Lehrplan müsste nicht noch einmal geändert, sondern für das neue G9 nur anders, eben auf neun Jahre, verteilt werden.
- Beide Formen des Gymnasiums erfüllen sinnvoll ihren Zweck: Im 8-jährigen Gymnasium lernen die Schüler, die bereit sind, ein höheres Arbeitspensum mit dem Vorteil der Zeitersparnis zu leisten, im 9-jährigen Gymnasium werden diejenigen Schüler unterrichtet, die vielleicht etwas weniger geballt den Stoff vermittelt bekommen wollen, mehr Freizeit für musische oder sportliche Aktivitäten suchen.
- Beide Formen, G8 und G9, führen zum selben Abitur, also wäre hier keine weitere Belastung der Lehrer notwendig, auch die Organisation wäre einfach zu stemmen.
- Zu den Schulbüchern: Die G8-Bücher gibt es ja schon, welcher Verlag würde dann nicht das Geschäft wittern, diese Inhalte in neuen, leicht abgeänderten Fassungen, auch bei den G9-Büchern zu verwenden?
- Zur Einführung: Bei einem schnellen gemeinsamen Handeln aller Beteiligten zum Wohl der Kinder und Jugendlichen müsste es eigentlich möglich sein, die Eltern der jetzigen G8-Schüler, wie eben auch bei der Zweigwahl, im Frühjahr vor die Wahlfreiheit zu stellen: G8 ODER G9!
Diejenigen Schüler, die das G8 nach wie vor besuchen möchten, bleiben ohne großen Veränderungen in ihrer alten Form.
Diejenigen Schüler, die in das neue G9 wechseln möchten, besuchen ab Herbst 2010 eigene G9-Klassen, in denen sie den bisher erlernten Stoff vertiefen und sich dann etwas langsamer und ohne zusätzlichen Nachmittagsunterricht auf den weiteren Lehrplaninhalt, der bis zu diesem Zeitpunkt wohl sicher noch ohne größere Probleme auf diese Besonderheit abstimmen lassen würde, konzentrieren.
- Die neuen, positiv empfunden Arbeitsformen des G8, wie Intensivierungsstunden und Seminare bleiben in beiden Formen erhalten und die Anforderungen sinken nicht, wie vielfach besonders von den Lehrerverbänden befürchtet wird.
I have a dream!
Helft mit, damit aus dem Traum mehr wird…
Sonntag 7. Februar 2010 um 21:31
Ich persönlich komme locker auf 50 wochenstunden und leide seit oktober an Depressionen. Ich habe die Schule immer gemocht, komme aber dieses Jahr überhaupt nicht mehr klar. Die Psychologin, die mich betreut versucht mir ständig einzureden dass ich medikamente dagegen nehmen sollte, aber das geht mir zu weit. alles nur wegen dem scheiss q11.
Sonntag 7. Februar 2010 um 23:24
@Wahlfreiheit
Wieso werden sinnvolle Vorschläge gern als Traum abgewertet? Menschenverachtende Kälte hingegen als Vernunft oder Sachzwang schöngefärbt?
Wenn dieser Entwurf ein Traum ist, nun, dann bin ich gern ein Traumtänzer!
Sonntag 7. Februar 2010 um 23:47
also erstmal:
eine Reform unseres Schulwesens war wirklich dringend nötig.
Wenn Menschen mit einem G9 Abi es schaffen soetwas einzuführen wie das G8, dann ist das doch ein eindeutiges Zeichen, dass man etwas ändern muss.
Ich finde es ist richtig, dass man sich Gedanken über die Zukunft des Schulwesens macht – denn auch Schule muss sich Veränderungen anpassen wie alles auf der Welt.
Grundsätzlich ist das G8 auch keine Sache die ich verurteile, aber die Art und Weise, wie es eingeführt wurde ist einfach eine Zumutung.
Meiner Meinung nach war es eine rein politische Entscheidung aus Spargründen, der keine ausreichenden Planungen vorausgingen.
lange hatten wir den Zustand, dass Lehrbücher teilweise erst Woche nach Schulbeginn geliefert wurden, da die Verlage auch eine gewisse Zeit brauchen um auf die sehr spät kommenden Lehrpläne zu reagieren und die Bücher dann zu drucken. Auch war es niemandem wirklich klar auf was wir genau vorbereitet wurden(Art der Aufgaben und wie man diese neuen Formen denn am Besten lehrt wurde auch keinem Lehrer mitgeteilt) und so lebte man von Jahr zu Jahr ohne ein “richtiges” Ziel zu haben(hier sind Lehrinhalte gemeint).
Mittlerweile wundert man sich auch, dass von jeder Seite vorwürfe gemacht werden, dass die Ansprüche zu hoch sind ohne aber jedoch ein flüssiges Konzept für die Abituraufgaben inkl. Musteraufgaben etc.
Diese sollen bis Feb 2010 nachgereicht werden aber währenddessen sollen die Lehrer nach Möglichkeit das Niveau nich überschreiten….
Deswegen sollte man auch keinem Lehrer einen Vorwurf machen, der seine SchülerInnen versucht trotz unklarer vorgaben bestmöglich vorzubereiten.
Auch hat man den Jugendlichen die 11te Klasse “geklaut” – diese Klasse wurde zwar gelegentlich als Sieb gesehen, hat aber eindeutig die Schüler auf die veränderte Aufgabenstellung in der Kollegstufe vorbereitet. Diese durchaus nützliche Sache hat man nun einfach aufgegeben und stattdessen sollen die Schüler das weiß Gott wie beherrschen und in Klausuren(die jetzt Schulaufgaben heißen..) anwenden und für ihr Abi einbringen…
Um diese Behauptung zu beweisen kann ich jedem nur das Gespräch mit einer Lehrkraft empfehelen die den direkten Vergleich beider Jahrgänge hat. In den seltensten Fällen wird sie das nicht bestätigen können.
Des Weiteren weiß ich nicht, ob ich weinen oder der Stimmung wegen doch eher lachen sollte, weil unsere Regierung etwas gegen unsportliche und dicke (das soll niemanden diskriminieren) unternehmen will und gleichzeitig dafür sorgt, dass die Schüler einen weit stressigeren Schulalltag bekommen, der sie von Freizeitaktivitäten eher abhält als diese zu fördern.
Ich bin selber Schüler der Q11 und eher ein Leistungsstarker, aber wenn ich nach 10 Schulstunden nach Hause komme brauch ich ersteinmal eine Pause und kann nicht sofort mit lernen bzw. Hausaufgaben machen anfangen. Und dann soll mir bitte jemand erzählen, dass man doch eigentlich ein schönes leben hat, wenn man um ca 16.45 Uhr zuhause ist und dann erstmal ein Ruhe und etwas zu Abendessen braucht. So ist es oftmals 19.00 Uhr bis man mit der Vorbereitung auf die Schule anfangen kann.
Niemand kann mir erzählen, dass da noch viel Zeit für Sport, Arbeiten oder sonstige Aktivitäten bleibt, geschweigedenn, dass man während der Freistunden in der Schule einen großteil der Arbeit bereits erledigen kann – dafür sind nämlich nur in den seltensten Fällen die Möglichkeiten gegeben.
Aufgrund der Uhrzeit werde ich jetzt mit meiner Kritik die noch weitere Punkte der Umsetzung betroffen hätte aufhören und mich für etwatige Fehler jeglicher Natur in meinem Text entschuldigen.
Ein Schüler der Q11
Montag 8. Februar 2010 um 13:57
Nicht alles, was alt ist, ist auch schlecht. Am siebten Tage sollst du ruhen. Der Mensch braucht Zeit für Kontemplation, um die Gedanken zu ordnen, Inspiration zuzulassen und Kreativität zu entwickeln. Das geht ganz sicher nicht, während man rumrödelt und nur ackert! Es macht nachweislich krank. Rotetn wir uns selber aus!
Montag 8. Februar 2010 um 15:29
So, eine Frage zu den Forderungen habe ich dann doch noch.
Es würde mich interessieren, was einer von den Organisatoren(die ja zu mindestens die Grundforderungen formuliert haben, wie es mir scheint?) zu dem Brief des Kultusministeriums sagt?
Ich für meinen Teil habe die Forderungen lange genug gelesen, doch ich komme jedes Mal auf den selben Hauptkritikpunkt:
ZU VIELE STUNDEN!
Egal wie man es dreht, das ist doch der größte/gewichtigste Teil der Forderungen und so auch mehrmals in verschiedener Art und Weise geäußert.
Ich kann verstehen, dass ihr das nicht für gerechtfertigt haltet, dass wir plötzlich so viel länger in die Schule sollen(132:108), doch wenn ich nachrechne, komme ich einfach auf ein Ergebnis von einem “echten” Unterschied von 14,7 %. Hierbei muss man eben doch auch ganz ehrlich anerkennen, dass die Zahl “108″ in der K12 ein utopischer Wert ist, da sind 115-120 Stunden ebenso Usus. Wir bei uns in der Schule haben den “Luxus”, dass wir nicht länger als 16.20 Uhr Unterricht haben, wohingegen allerdings die K12 doch auch noch einmal eine 3/4 Stunde länger hat.
Die Zahl “132″ ist durch den letzten Brief des Kumis doch Realität geworden, jeder der nicht diese Zahl erreicht hat doch einfach zu große “Sonderwünsche”. Daher sehe ich die erhöhte Stundenzahl ja als einziges Mittel zum Zweck und würde mich freuen, wenn mir dieses Mal jemand HIER erklärt, wie man zu diesem Thema steht und ob man die Forderungen nicht noch einmal überarbeitet.
Montag 8. Februar 2010 um 15:50
“Sonderwünsche” sind z.B. Teilnahme an Chor oder Orchester. Es gibt Schulen, da könnten diese Ensembles einpacken, wenn die Q11-Schüler diese Angebote wieder abwählen würden. Dem Streichangebot des Kultusministeriums fiele vieles zum Opfer, was das Schulprofil oder auch was das Profil des einzelnen Schülers ausmacht (z.B. Photographie, Wirtschaftsinformatik). Es würde ganz bald profillose Schulen und profillose Schüler geben. Darum ist dieses Angebot des Kultusministeriums in der Realität oft nicht umsetzbar. Natürlich ist es die hohe Stundenzahl, die die Schüler vor allem zur Verzweiflung treibt, wenn es auch in der Regel die Kombination von ganz vielem ist: viele Stunden, unausgreifte Lehrpläne, Schüler, die sich über Nacht plötzlich in der Oberstufe wieder fanden, und nicht auf die neuen Anforderungen vorbereitet waren, Lehrer, die über keinerlei Erfahrungswerte im neuen System verfügen und fehlende Zielangaben (Muster-Abituraufgaben) gut ein Jahr vor dem bevorstehenden Abitur!
Montag 8. Februar 2010 um 16:21
Ich persönlich bin ja auch kein Freund des G8 aber man kann nicht von vornerein behaupten: “G8 ist schlecht”
schriftlich : mündlich = 1
sprich man kann eine vergeigte Klausur leichter wieder ausbügeln.
Die P- und W-Seminare finde ich persönlich auch eine gute Idee.
Ich stimme jedoch in dem Punkt mit der hohen Klasurendichte mit euch überein.
Ich habe von Ende Oktober bis Mitte Januar jede Woche (natürlich nicht in den Weihnachtsferien)
Klausur(en) geschrieben.
Dabei hab ich selber erfahren dass es gar nicht mehr groß darum geht hier irgendwas fürs Leben zu lernen.
Es geht nur noch darum an 2-3 Tagen das Heft mitsamt Buch auswendig zu lernen dann den ganzen Müll aufs Blatt zu würgen.
Danach vergisst man alles wieder und macht das selbe mit dem nächsten Fach.
Das ist meiner Meinung nach nicht Sinn von Schule und ich wäre sehr froh wenn sich daran was ändern würde.
An die von euch beschriebene Wochenstundenzahl von 50-60 stunden komme ich jedoch bei weitem nicht heran.
Nichtmal in der Klausuren Zeit habe ich bis spät Abends oder das ganze Wochenende gelernt und trotzdem gute Noten bekommen.
deshalb halte ich die oben genannte Zahl für ziemlich übertrieben.
Was ich auch noch negativ finde sind die zugemüllten Lehrpläne. Das Problem welches die Lehrer wahrscheinlich auch am stärksten zu spüren bekommen.
Auf der einen Seite fehlt Grundwissen weil man es nichtmehr drangenommen hat auf der anderen Seite gibt es insbesondere in Geschichte/ Sozialkunde sowie Religion Themenbereiche die mind 2 mal dran kommen wenn nicht sogar noch öfter.
Mich persönlich stört außerdem noch das ich in Deutsch UND einer Fremdsprache Abitur machen muss – nichts hätte mich jemals dazu gebracht in Deutsch Abitru zu machen das Fach ist so sinnlos das man es eig. ganz aus dem Fächerkanon streichen könnte. Aber dank G8 muss ich darin jetz auch noch Abiprüfung machen.
da sag ich nur: BRAVO!
Nun zum doppeltem Abiturjahrgang: Angesichts der Tatsache dass ein Großteil der Universitäten ja jetzt schon überläuft vor lauter Studenten (ich erinner nur an die Studentenproteste und Hörsaalbesetzungen an der LMU & TU usw…)
und ich nicht den Eindruck habe dass sich da recht viel zum besseren verändert ist es wirklich ein riesen Problem welches auf jedenfall angesprochen gehört.
Und wenn das KUMIst (Q – Mist^^) da nicht bald mal anfängt an der Situation was zu verändern könnte man so langsam den Eindruck erhalten dass es dem KUMIst eig %$”&§% egal ist ob wir mit genug Studienplätzen und Lehrern versorgt sind oder nicht.
Fazit: Insgesamt gibt es sicher einiges zu verbessern jedoch sind nicht alle Punkte so wie sie oben stehen meiner Meinung nach richtig.
Und trotzdem lohnt es sich auf jedenfall dafür zu streiken.
Wenn ich auch nicht ganz nach vollziehen kann warum das unter der schulzeit sein muss? Hallo? Das hätt man doch Nachmittags um 15 Uhr auch amchen können.
Montag 8. Februar 2010 um 16:31
Was ich im Nachhinein noch bemängeln möchte ist die Situation in den Kursen:
Es kann doch nicht angehen Leute aus dem sprachlichen Zweig mit Leuten aus dem naturwissenschaftlichen Zweig in einen (z.B Chemie) Kurs zu stecken. Die meisten(sprachler)
haben doch Chemie nur gewählt weil sie noch stunden für 132 gebraucht haben oder weil sie Physik noch weniger wollten.
In diesem Fall fand ich eine untergliederung in Grund und Leistungskurs sehr gut: alle dies interessiert hat gingen in den leistungskurs und der Rest hat dann halt Grundkurs gemacht.
Aber so ein Mischmasch das find ich echt nicht gut weils immer zu lasten vom andern Teil geht.
Montag 8. Februar 2010 um 16:49
Leute,
seht es doch mal so:
Mittlerweile weiß jeder Bildungspolitiker und jeder im Kultusministerium von der riesengroß geplanten Demo. Wenn sich jetzt plötzlich keiner von uns mehr traut zu demonstrieren, dann fühlen sich die da oben doch total bestätigt!
Deshalb:
Jeder, der nicht zur Demo kommt, ist mit dem G8 zu 100 Prozent zufrieden.
Und egal, wie wenig überzeugt ihr von den ganzen Kritikpunkten oder Verbesserungsvorschlägen seid, am G8, wie es jetzt ist, muss was geändert werden!
Also kommt und setzt ein Zeichen!
Montag 8. Februar 2010 um 17:43
@21poT
Deine Argumentation erinnert mich an die Zeit der Industrialisierung. Wieso sollen Grubenarbeiter nicht den halben Tag unter Tag malochen, sie haben doch noch die andere Hälfte zum Schlafen und Essen.
Weiter oben fragt jemand, wozu wir eigentlich leben. Das ist die entscheidende Frage! Welche Ziele habe ich? Was halte ich für menschlich? Was erscheint mir wertvoll? Sind Kurse ohne kognitiven Anspruch nur Sonderwünsche oder das eigentlich Lebenswerte?
Montag 8. Februar 2010 um 17:46
Ja, das was du schreibst mag schon irgendwo seine Richtigkeit besitzen! Doch wenn ein “Ensemble” nur an ein paar Q11-Schülern hängt, dann ist das ja so wieso schon von vornherein zum Scheitern verurteilt…
Der Lehrplan(=>Stundenplan) lässt nun ein mal einfach nicht so viel Raum für solche “Sonderwünsche”, sei es was es wolle, ob nun Informatik oder Chor spielt ja keine Rolle. Da ist es doch eigentlich selbstverständlich, dass ein Oberstufenschüler dann sagt, er hat jetzt so viel zu tun, dass eben für genau das nicht mehr die Zeit da ist.
Aber ja, das ist wohl das Problem: Man möchte gerne alles machen, es soll natürlich auch noch genug Freizeit am Abend sein etc. Aber “so ganz nebenbei” möchte man dann den höchsten Schulabschluss bekommen. Das ein Abitur ohne Lernen nicht zu realisieren ist, das ist euch ja hoffentlich klar. Daher kann ich das nicht ganz verstehen, was ihr eigentlich wollt…
Das Kumi bietet jedem an, dass er die Stunden entsprechend “runterkürzen” kann; wer das nicht wahrnimmt, darf sich, so finde ich, auch nicht beschweren.
Wir machen das Abitur nun einmal 1/9 schneller als unsere Vorgänger, da ist es ja doch nur logisch, dass wir 1/9 mehr Unterricht haben. Wie bereits oben aufgeführt komme ich auch auf 14,7%. Ja, die zusätzlichen Prozentpunkte sind die Semniarstunden, die gab es ja im G9 nicht, das sollte man berücksichtigen. Die Seminare sind als der “große Heilbringer” angepriesen und ja das eigentlich einzig richtig neue an der Oberstufe. Und sonst kommt es ja genau hin mit den Prozenten, wir sind ja auch 1/9(11,1%) schneller fertig.
Daher kann ich den Kritikpunkt “Zu viele Unterrichtsstunden” nicht nachvollziehen. Das man in einer 3/4 nicht einfach den Unterricht von 55 Minuten machen kann, das ist ja klar, daher braucht man doch diese zusätzlichen Stunden.
Aber gut, ich würde mich immer noch sehr über eine Antwort der Moderatoren/Initiatoren/
Organisatoren o.Ä. freuen, um vielleicht zu verstehen, was in diesem Punkt euer Problem ist.
Montag 8. Februar 2010 um 17:54
@anke:
Diesen Vergleich sehe ich als nicht ganz passend an, das hat meiner Ansicht nach nichts mit einander zu tun. Es ist einfach Tatsache, dass nur die, die etwas arbeiten/lernen etwas in ihrem Leben erreichen können.
Schule endet nie! Es gibt immer Sachen, die man lernen kann, also kann man sich(eigentlich) nie mit gutem Gewissen schlafen legen.
Ja, was will man? Will man ein Abitur? Will man zur “Elite” des Landes gehören? Oder möchte man lieber ein bisschen singen, tanzen oder doch einfach nur “nichts tun”? Ja, das ist wirklich eine gute Frage!
Doch wenn jemand eben sagt, er möchte das Abitur halt “einfach so mitnehmen”, dann muss man dem entgegenhalten, dass man eben nichts geschenkt bekommt!
Es ist kein passender Vergleich, bei den Leuten ging es damals um das “nackte Überleben”, sie haben aufgrund der Existenzsicherung gearbeitet. Wir “arbeiten” nicht deswegen!
Schulpflicht haben alle Q11er erfüllt, keiner mehr muss kommen. Ihr habt alle eine mittlere Reife, wem es zu viel ist, der soll doch bitte arbeiten gehen. Dort hat er dann auch eine 40 Stunden Woche und verdient auch noch Geld. Ich verstehe einfach nicht, warum man einerseits sagt, man möchte zu den besten im Land gehören aber andererseits nichts dafür tun!
Montag 8. Februar 2010 um 19:16
@21poT
Warum schließt denn das eine das andere aus? Wieso soll ich nich hart arbeiten UND so richtig ausspannen? Mein Abi ist schon ziemlich angestaubt, aber ich habe es natürlich nicht geschenkt gekriegt. Und das ist für mich voll okay, ich finde Niveau eine sinnvolle Sache, oft sogar mit Spaß verbunden. Aber!!!
Wir hatten nebenher Zeit, auch noch zu leben! Menschen sind doch keine Maschinen, die man 24 am Tag und 7 Tage in der Woche laufen lassen muss, damit sie sich amortisieren! Kunst, Musik, Sport etc. sind doch kein Luxus, der hinter Latein zurückstehen muss. (Ehrlich, in meinem Alltag gibt es erheblich mehr Musik als Latein)
Es wird einem ja gern so verkauft, dass man nur eines von beidem haben kann, aber das ist eine glatte Lüge! Beispielsweise waren die Mönche sehr erfolgreich, aber die haben immer Arbeit UND Kontemplation gelebt. Engagement verträgt sich gut mit Abhängen!
Um es ganz klar zu sagen: Ich bin für ein qualitativ hochwertiges Abitur, ihr sollt unbedingt was lernen. Aber ich bin gleichzeitig für einen sinnvollen Rahmen,zu dem rechtshemisphärische Tätigkeiten ebenso gehören wie kreatives Nichtstun. Inspiration stellt sich nicht im Stress und in der Hektik ein! Zum selbständigen Denken benötigt man unverplante Zeitphasen.
Diese Haltung, eben zu gehen, wenn es einem nicht gefällt, finde ich – naja, sorry, wenn ich ehrlich bin – kindisch. Keinesfalls irgendwie konstruktiv. So ändert sich nie etwas! Es geht ja nicht um Beschuss, sondern um Verbesserung! Eben nicht über Finsternis jammern und aufgeben, sondern die berühmte Kerze anzünden!
Montag 8. Februar 2010 um 19:18
Man man man, wie gern würd ich zur demo fahren, nur dass ich an dem Tag Schulaufgabe schreibe und nicht verschieben kann. Hoffe nur dass trotzdem genügend Leute hinfahrn, und dass es was bringt.
Montag 8. Februar 2010 um 19:33
Ich finde eigentlich alles gut bis auf das hier:
#
# Wahlfreiheit zwischen G8 und G9
#
Das geht nicht und ist auch unsinnig. Das G8 ist in seiner Idealform keine schlechte Idee, da unnötiger Stoff entfernt wird – oder werden sollte- und damit ein Jahr weniger damit verbracht wird, sinnloses Detailwissen zu lernen.
Dass das in der Realität nicht geschehen ist, ist ein anderes Thema…
Montag 8. Februar 2010 um 20:23
Ich fände es auch noch sinnvoll, es als Ziel aufzunehmen, dass wir eine größere Wahlmöglichkeit an Einbringungshalbjahren bekommen.
Es ist zum Beispiel absolut sinnfrei, verpflichtend mindestens 3 Halbjahresleistungen in Geschichte & Sozialkunde einbringen zu müssen, als Folge dann aber rechnerisch nur noch 1 Sporthalbjahr einbringen zu können (weil es sonst zu viele Einbringngen würden), obwohl das notentechnisch viel besser ist.
Montag 8. Februar 2010 um 21:52
@anke
Ja, es stimmt natürlich, dass das eine nicht das andere ausschließt. Doch ich kann hier nur Beispiele aus meiner Umgebung/Klasse/Umfeld verweisen, wo man sehr gut erkennen kann, dass sozusagen alle (gute 90% aller Streikenden)aus unserer Q11 solche Schüler sind, die in der Früh kurz 10 Minuten auf eine Klausur lernen und dann brüllen “Dummes G8, da ist alles so schwer!”.
Solche Leute kann/werde und will ich nicht unterstützen! Sie dürfen gerne streiken gehen, doch sind eben komischerweise die die “zuhause bleiben” alle ganz gut dabei und können sich über ihre Noten nicht beklagen.
Klar, das ist ja genau einer eurer Kritikpunkte, liebe Organisatoren! Ihr sagt, dass die Leute so schlecht sind, weil eben auch das G8(im speziellen die neue Oberstufe) nicht seinen Zweck erfüllt. Ihr sagt, die Leute lernen viel und haben trotzdem schlechte Noten. Ja, das stimmt in gewisser Weise natürlich schon, hier kenne ich auch einige Beispiele. Doch das ist ein Bruchteil, der WIRKLICH lernt und das nicht nur einfach sagt, weil er ein Alibi für die schlechten Noten braucht! Ich kenne auch genug Leute, die einfach sagen”Cool, Oberstufe, da wird alles ganz lässig und man muss nichts machen”.
Und wie oben bereits angeführt, sind es bei uns genau diese, die streiken gehen. Der Rest bleibt zu hause und holt sich die Zeugnisse.
Aber gut, am Freitag wissen wir mehr…
Montag 8. Februar 2010 um 22:07
Also, dass es Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 anderso auch gibt, und dass das auch funktioniert, beweist doch, DASS es geht, und dass es NICHT unsinnig ist.
Wenn es so unmöglich wäre, dann würde es das in anderen Bundesländern (und früher mal in Bayern, siehe Beitrag von Wahlfreiheit) doch auch nicht geben.
Mag sein, dass es sich im ersten Moment utopisch ANHÖRT, aber es IST NICHT utopisch!
Montag 8. Februar 2010 um 23:09
Habe alle Meinungen mit viel Interesse gelesen und habe schon ein wenig Angst um meinen Sohn in der neunten.Drei meiner Kinder haben ein G9 Abi und keine schlechten. Ich war nie für das G8, auch wenn der Schuldirektor meines Jüngsten behauptet, dass so viele Eltern dafür waren. Ich erlebe das Ganze als ein überstürzt eingeführtes Modell das sowohl viele Gmnasiasten wie auch Lehrer über Gebühr belastet. Überflieger gab es schon immer! Wenn ich höre, dass ich ab Kind Nr.4 nun dafür zuständig bin, Versäumnisse an Schulstunden, fehlende Motivation nach Frontalunterricht mit meinem Kind auszugleichen, empfinde ich das gelinde gesagt als Zumutung! Mit der Begrüssung auf dem Gymnasium durch den Schulleiter hätte ich nartürlich gewarnt sein sollen. Er sagte:”Ihr als Fünftklässler müsst jetzt konzentriert, zielorientiert, motiviert arbeiten, denn dann ist das G8 gut zu schaffen. Ab elf ist man demnach schon erwachsen und weiss hoffentlich, dass man sein Fortkommen eigenveratntwortlich bestimmt!
Irgendwie erscheint es mir, dass bisher jede Veränderung im G8 noch nichts wirklich Positives für die Schüler gebracht hat und das ist wirklich traurig! Ich gehe zur Demo, denn ich will nicht, dass das Chaos des G8 weiterhin durch Hau-Ruck-Methoden untermauert wird. Jugend ist nicht nur Schule, sondern auch Freundschaft, Hobby, Musik, soziales Engagement und Sport!
Wir haben eine 37,5 stünige Wochenarbeitszeit, Schüler nicht auch?
Dienstag 9. Februar 2010 um 00:51
@21 poT
Falsch gedacht! Über das G8 beschweren sich auch ganz viele leistungsbereite und gute Schüler, die oft an dem persönlichen Anspruch, alles gründlich zu lernen wollen scheitern und keine Lust mehr haben alles so mal eben im Vorbeigehen und Wischiwaschi mitnehmen zu müssen. Sie finden es unbefriedigend, sich bulimisch Wissen aneignen zu müssen, wie es übrigens während des ganzen bisherigen G8 der Fall war. Natürlich war auch das alte System kein Wellness-Urlaub und sollte es nicht sein, aber es ließ z.B. mehr Spielraum für den ungeheuren und vollkommen exotischen Luxus, ein Musikinstrument zu spielen und das vielleicht nicht nur allein und im stillen Kämmerlein, sondern zusammen mit anderen.
Dienstag 9. Februar 2010 um 02:01
Endlich können die Schulleiter einmal beweisen, ob sie tatsächlich hinter ihren Schülern stehen oder immer nur so tun als ob. Es gibt genügend Möglichkeiten für die Schulleitung, den Schülern die Teilnahme an der Demonstration zu ermöglichen, auch ohne Verweis und ohne direkten Konfrontationskurs mit dem KuMi! Immerhin ist es einem Kreisverwaltungsreferat in München (Das auch für “Schulschwänzer” zuständig ist!) möglich, ein bis dahin u. U. gesetzmäßig festgelegtes Rauchverbot am Oktoberfest 2010, bereits jetzt schon angekündigt, zu ignorieren.
Dienstag 9. Februar 2010 um 09:05
Bitte stellt nicht “Reduzierung der Stoffülle” als oberste Forderung auf!!! Sonst könnte in uninformierten Kreisen der Bevölkerung der Eindruck entstehen, ihr seid einfach nur faul und wollt weniger lernen! Und dieser Eindruck spielt natürlich den Politikern in die Hände…
Macht lieber deutlich, dass ihr im Prinzip für eine Beibehaltung des Stoffs seid – aber mit genug Zeit, das heißt ein Schuljahr länger. Und dass die Stoffreduzierung nur ein leider notwendiges Übel ist, das leider bei Beibehaltung des G8 erfolgen muss – um Zeit zu haben, den Lernstoff richtig zu “verdauen” anstatt nur zu lernen, lernen, lernen ohne Zeit zur Reflektion und kritischen Auseinandersetzung mit dem Lernstoff, um Zeit zu haben für außerschulisches Engagement (soziales Engagement, Sport, musischer Bereicht) etc. etc. etc.
Dienstag 9. Februar 2010 um 13:26
An meiner Schule wird der Streikaufruf dankend angenommen. Alle sind erdrückt von den ständigen Leistungserhebungen. Wir hatten alle 12 Klausuren auf einen Zeitraum von 4,5 Wochen zu schreiben, was bedeutet, dass wir mindestens alle 3 Tage eine solche Rechenschaftsablage zu bewältigen hatten!
Dies hatte zur Folge, dass die Schnitte drastisch sanken, da wir keine Zeit mehr zum Lernen hatten. Der Gesamtschnitt meiner Klausuren waren am Ende 6 Punkte (trauriges Lachen), und ich bin längst kein schlechter Schüler. Gäbe es die Seminare nicht, so wäre mein Zeugnisschnitt nicht einmal auf den ohnehin schon unbefriedigenden 9 Punkten.
Zum Vergleich, meine Vorjahresleistungen waren immer mindestens gut, bzw. sehr gut. Meiner Meinung nach ist ein derartiger Leistungsabfall, den ich nicht nur bei mir beobachte nicht mit “nicht studierfähig” zu rechtfertigen, was bei meinen Lehrern regelmäßig als Ausrede benutzt wird.
Dienstag 9. Februar 2010 um 14:17
@insider
Ja, das einzige Problem an dieser Diskussion, die WIR führen, ist, dass das ein Fass ohne Boden ist…
Auf jeden “guten” Schüler, der demonstriert und den du mir nennst, nenne ich dir einen guten der NICHT demonstriert
. Es gibt da natürlich große Unterschiede, das ist mir klar.
Doch bei uns an der Schule ist es so, dass man praktisch pauschal sagen kann, dass jeder, der mit streikt, ein “schlechter” ist. Ich gehe sogar so weit, dass die Leute die mitgehen, einfach in der “Schnittrangliste” die Leute sind, die vom letzten Platz an bis zu Nummer 50-70 “gesetzt” sind. Das ist hier bei uns Fakt, daher habe ich nicht falsch gedacht und sehe so eine Verallgemeinerung nicht als angebracht an.
Es gibt wichtigere Dinge, denn wieso streikt ihr denn für überhöhte Stundenzahlen, wenn sie genau bei dem Neuntel liegen, dass wir weniger Schule haben? Das kann ich immer noch nicht verstehen… Das der Stoff aus 9 Jahren nicht in 8 bei der selben Stundenzahl geht, dass sollte euch ja schon klar sein!
Und nein, es ist kein “exotischer Luxus”, wie meine Meinung zu der “Freizeit” eines Schüler sarkastisch untermalt wurde. Das widerspricht vollkommen dem, was ich geschrieben habe! Ich sage nur, wenn jemand eben lieber sich mit Freunden trifft, Musik spielt, Sport machen will und einfach ein bisschen “chillen” will anstatt etwas für die Schule zu tun, dann ist das nicht rechtens, dass genau DIESE Leute streiken gehen. Wer nichts tun will, der soll auch keine Geschenke erwarten!
Dienstag 9. Februar 2010 um 15:37
Nur durch ganz viele Mitdemonstranten, kann dem bayerischen Kultusministerium klar gemacht werden, dass etwas geändert werden muss.
Daher Infos am besten an ELTERN, GROSSELTERN, FREUNDE, ANDERE UNTERSTÜTZER schicken, und um Teilnahme bitten.
Es gibt viele gute Ideen und Lösungsansätze, viele Menschen haben konstruktive Kritik geäußert, hoffen wir nun, dass sich etwas bewegt.
Hoffentlich versteckt sich das Kultusministerium und die Menschen, die etwas bewirken könnten, nicht hinter ihren politischen Ämtern, sondern zeigen endlich einmal Mut und Stärke gute und überfällige Schul-Reformen durchzuführen.
Dienstag 9. Februar 2010 um 16:14
@DerRichter
Irgendwie lebst Du in der Vergangenheit. Was interessiert eine Frau Hohlmeier. Seit dieser gab es bereits einen Herrn Schneider und jetzt gibt es einen Herrn Spaenle.
Dienstag 9. Februar 2010 um 17:11
Leute,
ich glaube ihr wisst nicht um was es dabei geht!!! Es geht darum sich einfach nicht mehr alles gefallen zu lassen und nicht sich jetzt an inrgendwelchen Kleinigkeiten oder Formolierungen aufzuhängen. Viele aus meinen Kursen sagen des es doch eh nichts bringt! ICh kann eine solche Einstellung einfach nicht verstehen weil sie genauso wie ich jeden tag herumjammern (nur zur Info alle die jammern haben gute Noten).Die Menschen, die dieses G8 eingeführt haben sind doch die damaligen 68er und hätten sich sowas niemals gefallen lassen, sie wären auf die Straße noch bevor das G8 eingeführt wurde und hätten solang demonstriert bis es unvertretbar gewesen wäre es einzuführen. Ich finde es sollte mal wieder eine andere MEntalität in Deutschland einsetzen! Die Leute sollen wieder auf die Straße gehn wenn ihnen was nicht passt! Wir haben schon viel zu viel mit uns machen lassen und das wir Schüler jetzt das überstürtzte und undurchdachte G8 ertragen müssen ist eine Zumutung und ich glaube das jeder G8-Schüler den Kernpunkten der Initiatoren (nämlich eine viel zu hohe Stundenzahl und damit völlige überlastung und Übervorderung sowie das Bulemie-Lernen) überein! Jetzt ist die Zeit ein Zeichen zu setzen und den Mund aufzumachen und da zählt für mich keine Ausrede von einem dieser KOmmentare!!!
Dienstag 9. Februar 2010 um 17:29
Naja, hier steckt aber das KuMi in einer recht verzwickten Lage…
Stellt euch einmal vor, sie “zeigen endlich einmal Mut und Stärke gute und überfällige Schul-Reformen durchzuführen”. Das ist in der Theorie ganz nett, wenn man seine Fehler eingesteht und jeder verzeiht einem.
Aber praktisch kann sich das kein Politiker erlauben. Wenn sie hergehen und sagen “ja, ihr habt recht, das G8 war von anfang an ein Mist und gerade die Oberstufe(für die am längsten Planungszeit da war!!!) ist auch sowieso ein rechter Dreck, wir kremplen doch nochmal alles um” dann verlieren sie auch ihre letzten
Sympathisanten…
Dann wählen weder wir(da wir uns ja bisher durchquälen mussten) noch die restlichen, “variablen” Wähler die CSU, da sie sich ja dann verarscht vorkommen. Bisher ging Herr Dr. Spänle immer her und hat ja gesagt, wie toll das G8 sei und das die Oberstufe erträglich gestaltet sei/ist/wird. Wenn er nun wegen ein paar hundert Schülern ne 180° Kehrtwende macht, dann wird er wohl aller spätestens den Winter 2013 nicht mehr im KuMi verbringen…
Dienstag 9. Februar 2010 um 17:35
@ 21 poT
Musik heißt bei manchen eben nicht “Freizeit” oder “ein bisschen chillen”, da und dort ein bisschen zum Spaß rumklimpern, da hast Du mich komplett missverstanden. Sondern das bedeutet: ernsthaft Musik machen, auf hohem Niveau, z.B. auch an Wettbewerben teilnehmen, das ist nicht nur Spaß, das ist oft harte Arbeit, das bedeutet viele Stunden üben und das oft am Abend, wenn alles andere endlich getan ist, um 21 Uhr, 22 Uhr. Das sind einige Schüler an musischen Gymnasien, die im alten System sicher Musik Leistungskurs genommen hätten, die vielleicht Musik studieren wollen und gleichzeitig etwas “für die Schule tun” wenn sie üben, aber zusätzlich zu allen anderen Fächern. Das sind Leute, für die sich die Frage, ob sie ein Instrument oder auch zwei weiter spielen oder nicht, gar nicht stellt, weil es zu ihrem Leben gehört, aber des Preis ist hoch, denn das Problem ist: es ist fast alles ZUSÄTZLICH!!! Das ist nicht die Mehrzahl, das gebe ich zu, aber an diesem Beispiel lässt sich zeigen, was das G8 für Blüten treibt. Diese Schüler mussten sich die Pflege ihrer Begabung seit der Einführung des G8 abringen und bezahlen mit extrem hohen Stundenzahlen bis zum heutigen Tag in der Oberstufe, denn da liegt eben Vieles in dem sogenannten Profilbereich. Wer zum Beispiel im G8 in Musik schriftlich Abitur macht, hat automatisch eine Instrumentalstunde zusätzlich, weil zu schriftlich auch praktisch gehört, klar? Das heißt: eine theoretische, eine praktische Klausur pro Halbjahr mit insgesamt drei Stücken, auf die auch geübt werden muss. Und viele, die ein Instrument spielen und darin gut sind, werden automatisch in den Schulensembles gebraucht und die guten Musiker belegen es, weil sie damit gute Noten bekommen können. Und diese Ensembles finden wann statt: richtig, am Nachmittag in der 9. und 10. Stunde. Und weshalb soll die Existenz eines Chores grundsätzlich in Frage gestellt sein, nur weil er zur Hälfte aus Q11 besteht? Es gibt in musischen Gymnasien mehrere Chöre und einer davon ist z.B der Oberstufenchor und der besteht zur Zeit mindestens zu einem Drittel aus Q11, klar? Man kann das noch weiter spinnen, denn wer in einem Ensemble dabei ist, hat auch Auftritte, die auch wieder zusätzlich stattfinden und zwar Spaß machen können, aber wieder nichts mit “Chillen” zu tun haben. Diese Leute wollen keine Geschenke, sondern etwas mehr Zeit, um ihre Stärken auszuleben und Kreativität zu entfalten, die nichts mit Abhängen zu tun hat, sondern auf Fleiß und Anstrengung beruht. Das hat im alten System einfach besser funktioniert. Natürlich passt der Stoff aus neun Jahren nicht in acht, das führt ja genau zu den Problemen.
Dienstag 9. Februar 2010 um 18:28
Hey Leute,
ja jetzt muss ich hier doch auch mal was sagn. Also die Idee is natürlich super, aber 90% von den Betroffenen hier haben doch nicht den Arsch in der Hose mal einen Tag blau zu machn. Ich glaub genau diese Leute blicken nich, dass es hier um EURE Zukunft geht. Also nehmt mal Euren Mut zusammen und zieht das wie Erwachsene Menschen durch. Wir sind doch keine KInder mehr.
Und für alle die, denen das G8 echt zu schaffen macht, Kopf hoch! Das ganze hier wird nich die letzte harte Situation in Eurem Leben sein. Gemeinsam ziehen wir die Aktion durch.
PEACE
Mittwoch 10. Februar 2010 um 09:20
ich find die ganzen Forderungen absolut richtig nur die Sache mit der Ganztagsschule find ich zum kotzen. Was soll denn des? Erst wolln wir weniger Stunden und a paar Zeilen drunter steht dass wir Ganztagsschule wolln?!? Ich will des auf gar keinen Fall und ich bin mir absolut sicher dass meine kleinen Geschwister des auch ned wolln. Ich hätt echt ka lust den ganzen Tag in der Schule zu verbringen weil ich da ganz sicher ned die sportmöglichkeiten machen kann die ich will ( Z.B. ich hab a Pferd, des muss ich seeehr oft reiten und des geht einfach ned abends um 8, ich mach Schwertkampf, des kann ne Schule auch ned anbieten udn ich kletter, des kann man auch ned an Schulen machen. Außerdem bin ich jeden Tag heil froh wennich aus der Schule heim komm udn noch was mit außerschulischen Freunden machen kann, einfach nur weng chillen kann oder noch mal in die Stadt gehn kann.
Ich streike auf keinen Fall für die Einführung von Ganztagsschule. Ich find des schrecklich udn ich denke dass wäre das schlimmste was Bayern passieren könnte!!! Noch viiiel schlimmer als G8.
Mittwoch 10. Februar 2010 um 15:57
@Marianne
Ich denke, diese Forderung bezieht sich darauf, dass de facto bereits Ganztagsbetrieb herrscht, allerdings eben ohne die entsprechenden räumlichen und personellen Voraussetzungen und das schafft die Riesenprobleme. Das heißt dann z.B. für die Schüler auch den ganzen Tag in der Schule sein aber in den Freistunden auf dem Gang oder in der Mensa rumhängen. Wenn schon, dann lieber g’scheit! Ganztagsschule bedeutet ein ganz anderes Konzept von Unterricht, eine andere Struktur. Freizeit und Lernphasen wechseln sich ab, musische und sportliche oder andere Wahlangebote, sind in den Tagesablauf integriert sind. Im Idealfall sollte das dann so aussehen, dass die Schüler auch zumindest einen gewissen Teil ihrer Vorbereitung schon erledigt haben, wenn sie nach Hause kommen. Das G8 in seiner momentanen Form krankt unter anderem daran, dass es nicht Fisch und nicht Fleisch ist, weder Halbtags- noch Ganztagsschule, sondern eine in den Nachmittag ausgeweitete Halbtagsschule ohne die oben genannten Voraussetzungen. Das G8 war von Anfang an die Einführung der De-facto-Ganztagssschule durch die Hintertüre ohne dass irgend jemand dieses Wort in den Mund genommen hätte, denn in den Augen der CSU war Ganztagsschule lange Zeit Teufelszeug. Über die Vor- und Nachteile kann man natürlich streiten. Das Problem ist: eine echte sog. rhythmisierte Ganztagsschule ist sehr teuer. Deshalb wird sie flächendeckend sowieso nie kommen, sondern nur als Angebote an einzelnen Orten. Deswegen brauchst Du sicher keine Angst haben, dass, wenn Du streikst, morgen bei Dir die Ganztagsschule eingeführt wird. Das ist nur ein Aspekt. Im Gegenteil, Du solltest eigentlich kommen, denn jemand, der so interessante, sinnvolle und zeitintensive Freizeitbeschäftigungen betreibt, wird in der G8-Oberstufe nie und nimmer dafür Zeit haben, wenn alles so bleibt, wie es ist.
Mittwoch 10. Februar 2010 um 19:16
Wie wär’s eigentlich einmal mit der Forderung nach mehr Spezialisierungsoptionen?
An unserer Schule hat man in der elften Klasse zur Zeit 12-14 Fächer. Genauso viele wie in den Jahren davor. Abitur muss man, wie allseits bekannt, in fünf Fächern, drei davon praktisch aufgezwungen schreiben. Es gibt keine Leistungskurse mehr. Das Wahlfächerangebot ist wegen des Nachmittagsunterrichtes praktisch nicht mehr vorhanden. Das BuS-Programm ist für die allermeisten ein Witz, weil es, sowie die P-Seminare, ab den meisten Schulen vielleicht drei verschiedene Berufszweige abdeckt.
Man beklagt sich über Fachkräftemangel und kreiert ein noch “allgemeinbildenderes” Schulsystem, in dem nicht einmal mehr Zeit bleibt, sich außerschulisch weiterzubilden in dem, was man gerne machen würde und am besten kann.
Unterschiedlichere Bildungszweige bräuchte man, allerdings nicht schon ab der 5. Klasse, sondern, sagen wir, ab der 10.!! Das wäre eine Heldentat für das Bayrische Gymnasium gewesen, den Schülern eine Möglichkeit zu geben, zu erlernen, wovon sie träumen!!
Dafür sollte man demonstrieren.
Donnerstag 11. Februar 2010 um 13:32
Hallo,
die AG Schüler Regensburg arbeitet zur Zeit konkrete Forderungen aus. Wegen den anstehenden Streiks, Demos, Flashmobs…sind wir allerdings zur Zeit auf diesem Gebiet eher weniger Produktiv.
Auf
http://www.regensburg-besetzt.de/index.php?option=com_content&view=article&id=180&Itemid=147
gibt es schon einmal unsere bisherigen Ergebnisse zu sehen. Bei Interesse könnten die ja auch auf der Seite ergänzt werden.
Man sieht sich morgen in München
Liebe Grüße,
Anja
Donnerstag 11. Februar 2010 um 13:35
Achja…hätte ich beinahe vergessen. Beim durchlesen wird dem ein oder anderen auffallen, dass wir nicht nur G8-Problematiken diskutieren. Die AG Schüler Regensburg besteht auch aus Leuten, die nicht vom G8 betroffen sind. Also nicht wundern über Dinge wie “Förderunterricht an der Grundschule”
Donnerstag 11. Februar 2010 um 21:56
hi
ich bin zur zeit in der letzten K12. Soweit ich hier die kommentare gelesen hab, intressieren sich hier alle nur für die Q11. Aber was bei uns im letzten G9 jahrgang los is, will keiner wissen.
Hat sich einer schon mal gedanken darüber gemacht, dass es bei uns eine notengewichtung von 1 zu 2 gibt? Im G8 werden schulaufgaben und müdliche noten 1 zu 1 gewichtet. Das bedeutet, dass für die Q11-ler eine schulaufgabe garnicht mehr so ins gewicht fällt. nehmen wir als beispiel geschichte/sozialkunde. da reicht einmal 13 punkte in einer müdlichen note und man hat 13 punkte in Sozi UND geschichte, selbst wenn mann nur 11punkte in der schulaufgabe hat. Hallo? wo ist da der sinn dahinter? Ich für meinen teil wäre ÜBERALL um eine note besser gäbe es bei uns diese 1 zu 1 gewichtung. der letzte G9 jahrgang wird einfach total unterbuttert!!! wir kommen nicht nur gleichzeitig mit den Q11-lern raus, NEIN die haben auch noch die besseren noten, aufgrund der gewichtung!! wo bitte bleibt da die fairness? das erste abi beim G8 MUSS einfach sein, damit es ein erfolg ist genauso wie das G8 an sich schon ein erfolg sein soll. (laut den Politikern). Hat sich einer von euch schon mal überlegt, dass man normalerweise 4 jahre zeit hat die Oberstufe zu machen im G9? Wir dürfen das nicht. wenn einer von uns das Klassenziel nicht erreicht kann er das abitur auf einem Gymnasium schon so gut wie vergessen. im G8 hat er keine überlebenschancen.
Also mein Apell auch an die Q11 bzw. das G8, denkt auch an den letzten Jahrgang im Auslaufmodell G9!!!!!!
Donnerstag 11. Februar 2010 um 23:28
@ich
Es gibt hier sogar ein eigenes Forum, weil an euch gedacht wurde. Wäre doch saugut, wenn Q11 und K12 sich gegenseitig die Köpfe einhauen, dann haben die nämlich keine Energie mehr übrig, sich über die Regierung zu ärgern oder gar zu demonstrieren! Die Römer haben diesen Trick ganz gezielt eingesetzt, um eroberte Gebiete kurz zu halten: divide et impera! You know
Freitag 12. Februar 2010 um 12:11
hallo zusammen
ich lese die forderungen und kan sie sehr gut nachvollziehen. aber wenn man “fordert” sollte man auch vorschläge bringen was man selber bereit ist zu leisten um die situation zu verbessern.
ich stelle mir die fragen:
- muss ein schüler im 11. und 12. denn 14 wochen ferien haben? kan man die nicht auf 10 reduzieren, dann hätte man 4 wochen mehr schule und die stunden verteilen sich auf mehr wochen.
sobald es mal ans arbeiten oder die ausbildung geht muss man auch mit max. 6 wochen frei auskommen.
- wieso ist der buss-und betttag immer noch schulfrei? in der arbeitswelt gibt es das auch nicht mehr.
- etc etc
viele grüße
Freitag 12. Februar 2010 um 21:02
hallo engagierte,
eure eltern haben eigentlich genug mit ihrem eigenen leben zu tun – sie sind euch am ende richtig dankbar dafür. dazu braucht man gute nerven – aber einknicken gilt nicht. alles gute und … viel erfolg.
hut ab, dass sich so viele betroffene TROTZ lernen ohne ende auf die socken machen, um ihre zukunft mit zu gestalten. als mutter von 2 tapf gut mitschwimmenden g8-versuchskaninchen kann ich nur bestätigen, dass die anforderungen nicht zu den verarbeitungskapazitäten von normal begabten gymnasiasten passen. dazu kommt die demotivation durch die art und weise, wie wenig nachvollziehbar korrigiert wird und wie die “rückmeldungen” zu leistungserhebungen oft ablaufen. so kann sich kaum ein kind von selbst verbessern – da müssen eltern erst mal motivieren, aufbauen und fachlich mühsam herausklamüseren, was denn da jetzt eigentlich sache ist. viele von uns sind überzeugt, dass das g8 schon längst gescheitert wäre, wenn die eltern von heut auf morgen ihre tägliche unterstützung sowie die bezahlte nachhilfe radikal beenden würden. eine umfrage hat ergeben, dass eltern von klasse 5 bis klasse 8 im schnitt 15 stunden pro woche mit ihren kindern lernen. pro kind! wie viele referate auf dem pc der eltern erstellt wurden, will ich gar nicht wissen. auch eben mal eine html-seite programmieren,ist für einen 12-jährigen nicht ganz trivial. wie gut, wenn eltern sich da auskennen…. wirklich?? das schadet euch im grunde genommen, denn dadurch werden leistungsmaßstäbe eher nach oben geschraubt.
mein tipp: schickt die eltern aus den jugendzimmern und die sache wird sehr schnell eine interessante eigendynamik entwickeln
Samstag 13. Februar 2010 um 01:36
@Max Muster
Ich verstehe diesen Einwand überhaupt nicht: die Schüler haben doch in den letzten Monaten gezeigt, was sie leisten, leisten müssen und auch leisten können. Vielleicht ist kapiert irgend jemand mal, dass die Initiatoren des Streiks keine Faulenzer sind, die sich jetzt über schlechte Noten beklagen, sondern gerade die leistungsbereiten, die in allen Fächern gut sein wollen, geraten an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Sie haben sich beschwert, weil sie mehr leisten, mehr Stunden arbeiten müssen, als ihre Eltern. Auch die Ferien vielleicht mit Ausnahme der Sommerferien werden übrigens bei vielen zum Lernen genutzt und dafür dringend benötigt.
Sonntag 14. Februar 2010 um 17:26
G8 erscheint mir immer so, als würde man an Salatschößlingen ziehen, damit sie schneller wachsen. Ich schlage vor, wir verkürzen auch Schwangerschaften von 9 auf 8 Monate…
Reifen benötigt Zeit!